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Corona-Fasnacht in EinsiedelnPlötzlich waren sie da – und die Polizei war überfordert

Am Tag danach zeigt sich: Die Polizei hat die Lage in Einsiedeln völlig falsch eingeschätzt. Derweil wehrt sich der Regierungsrat gegen Häme.

Über tausend Menschen kamen an den Sühudi-Umzug, den Start in den Güdelsmontag in Einsiedeln.
Über tausend Menschen kamen an den Sühudi-Umzug, den Start in den Güdelsmontag in Einsiedeln.
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Anruf bei der Schwyzer Sicherheitsdirektion. Nicht ein gewöhnlicher Mitarbeiter nimmt den Anruf entgegen, nein, es ist der Sicherheitsdirektor höchstpersönlich. «Huwiler», ertönt es, «ich ahne bereits, um was es geht. Wohl um die Fasnacht.»

Regierungsrat Herbert Huwiler kennt die Einsiedler Fasnacht ziemlich gut. Er ist im Kloster Einsiedeln zur Schule gegangen. Er weiss, wie das am Montag abläuft. Neun Uhr morgens, das ist ein Fixtermin, der Sühudi-Umzug, der Start in den Güdelmontag. «Eine wilde Sache, seit Hunderten von Jahren. Traditionell wird da auch etwas gebechert.» Es sei ein Anlass, der einfach geschehe, ohne Werbung, ohne Plakate, ohne Organisator. Die Leute kommen einfach aus ihren Häusern. Plötzlich sind sie da.

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