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Polizei schnappt Bande junger Einbrecher

Sieben junge Männer werden verdächtigt, im Bezirk Bülach 26 Einbrüche begangen zu haben. Die Polizei kam der Bande nach anonymen Hinweisen auf die Spur.

Die Täter waren unter anderem ins Schulhaus Ebnet in Embrach eingestiegen – dabei hatte die Polizei sie erwischt.
Die Täter waren unter anderem ins Schulhaus Ebnet in Embrach eingestiegen – dabei hatte die Polizei sie erwischt.
Archiv / Sibylle Meier

Der Kantonspolizei Zürich ist ein Coup gegen eine Bande junger Einbrecher im Bezirk Bülach gelungen. Wie die Polizei am Freitag mitteilt, werden insgesamt sieben Männer im Alter von 17 bis 25 Jahren beschuldigt, in wechselndem Zusammenwirken insgesamt 26 Einbrüche, 3 Hehlereien und eine Raubstraftat begangen zu haben.

Es handelt sich bei den jungen Männern um Staatsangehörige aus der Schweiz, Brasilien, Sri Lanka, Russland und Österreich. Der Gesamtdeliktsbetrag beträgt über 100‘000 Franken. Der bei den Einbrüchen angerichtete Sachschaden ist ebenso hoch.

Ermittlung begann mit 19-jährigem Russen

Anfang 2017 waren gemäss Darstellung der Kantonspolizei bei der Polizeistation Embrach anonyme Hinweise eingegangen. Ein heute 19-jähriger Russe wurde darin diverser Straftaten beschuldigt. Bei einigen der aufgeführten Delikte war der Verdächtige zu diesem Zeitpunkt schon mithilfe von DNA-Treffern und Schuhabdrücken überführt worden. Es handelte sich dabei um drei Einbrüche, welche er im Jahr 2016 zusammen mit einem heute 18-jährigen Schweizer begangen haben soll.

Einige Tage später wurde derselbe, damals 18-Jährige Russe vom Hauswart des Schulhauses Ebnet in Embrach beobachtet, wie er zusammen mit vier anderen Personen in das Schulhaus einbrach. Alle fünf Einbrecher wurden in den Räumlichkeiten der Schule verhaftet.

Den Komplizen konnten keine weitere Straftat nachgewiesen werden. Allerdings ergab die anschliessende Hausdurchsuchung und die Datensicherung des Mobiltelefons des jungen Russen Hinweise auf den Verbleib von Deliktsgut aus einem vergangenen Einbruchdiebstahl, sowie Hinweise auf weitere beteiligte Personen.

Sechs weitere Täter

Im Laufe der darauf folgenden Ermittlungen konnten gemäss Kantonspolizei weitere sechs Personen sowie diverse andere Straftaten eruiert werden. Eine der ermittelten Personen war der zum Tatzeitpunkt minderjährige Schweizer, mit der der junge Russe die Einbrüche im Jahr 2016 begangen hatte. Zwei der mutmasslichen Täter waren schon vor Eingang der anonymen Hinweise nach einem Einbruch in ein Restaurant verhaftet worden.

Ausserdem wurde einer der jungen Männer anlässlich eines mutmasslichen Raubes verhaftet, der Ende März stattgefunden hatte: Der Geschädigte meldete telefonisch bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich, dass er soeben von einer ihm flüchtig bekannten Person in seiner Wohnung eingesperrt und beraubt worden sei.

Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, respektive die Jugendanwaltschaft Unterland hat ein Strafverfahren gegen die Beschuldigten eröffnet, bis zur Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

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