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Anwohner hat Schuss gehörtPolizeieinsatz in Biel nach Meldung zu Schussabgabe

In unmittelbarer Nähe einer Moschee kam es zu einem Grosseinsatz der Polizei. Die Schussabgabe hatte aber offenbar nichts mit der Moschee zu tun.

Nach einer Meldung über eine Schussabgabe rückte die Polizei in Biel mit einem Grossaufgebot aus.
Nach einer Meldung über eine Schussabgabe rückte die Polizei in Biel mit einem Grossaufgebot aus.
KEYSTONE

Eine Meldung zu einer Schiesserei hat am Sonntagabend in Biel zu einem Polizeieinsatz geführt. Der Ort des Einsatzes befand sich in unmittelbarer Nähe der Ar'Rahman-Moschee.

Der Einsatz erfolge im Zusammenhang mit einer Meldung zu einer Schussabgabe, bestätigte Isabelle Wüthrich, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern, einen entsprechenden Bericht des Onlineportals blick.ch. Der Seelandweg sowie Teil der Alfred-Aebi-Strasse seien gesperrt worden. Verschiedene Polizeidienste und die Sanität seien vor Ort.

Gegenüber blick.ch hatte ein Anwohner berichtet, er habe einen Schuss gehört. Nach Alarmierung der Sicherheitskräfte seien mindestens 20 Polizeifahrzeuge vor Ort angerückt. Die Beamten seien schwer bewaffnet und in Vollmontur gewesen. Auf einem Video sind zahlreiche Polizei-, Sanitätsfahrzeuge und Kastenwägen zu sehen.

Moschee geschlossen

Der Präsident des Trägervereins der Moschee sagte am Sonntagabend der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage, die Schussabgabe habe nichts zu tun mit der Moschee. Im Fokus der Polizei stehe ein Nachbarhaus, das kürzlich hätte abgebrochen werden sollen. Die Moschee sei ohnehin seit der Verhängung der ausserordentlichen Lage durch den Bundesrat Mitte März geschlossen.

Gegen 23.30 Uhr gaben die Sicherheitskräfte dann Entwarnung für die Situation in Biel, wie die Kantonspolizei Bern auf Twitter mitteilte. «Nach aktuellem Kenntnisstand besteht keine Gefahr für die Bevölkerung», hiess es. Es liefen Abklärungen zur Schussabgabe, teilten die Behörden zudem vorläufig mit.

In der Nacht auf Montag twitterte die Kantonspolizei nochmals, dass in der Angelegenheit weiter ermittelt werde. Es habe aber keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, hiess es.

anf/sda