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Die grosse BilanzDer real gewordene Superheld – oder Superschurke

Mit Donald Trump ist eine real existierende Comic-Figur ins Weisse Haus eingezogen. Seither pulverisiert er Allianzen, hofiert Diktatoren und hält Amerika in Atem. Nun kämpft er sogar gegen ein Monster.

Das kann nur einer: Nach gerade einmal drei Nächten im Spital steht Donald Trump wieder auf dem Balkon des Weissen Hauses, reisst die Maske runter und salutiert in die TV-Kameras. Seht her, das Coronavirus hat keine Chance gegen mich! Per Twitter meldet er: «Habt keine Angst vor Covid. Lasst nicht zu, dass es euer Leben dominiert. Ich fühle mich besser als vor 20 Jahren!» Über acht Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner sind angesteckt, mehr als 220’000 sind dem Virus erlegen.

Der 74-Jährige dagegen kehrtekaum erkrankt, kaum wieder gesund in den Wahlkampf zurück und wollte gleich alle Fans küssen. Bis vor vier Jahren war unvorstellbar, dass ein amerikanischer Präsident so agieren würde. Die Hoffnung vom Wahltag 2016, dass das Amt dessen neuen Inhaber zähmen werde, erwies sich als naiv. Trump blieb Trump, auch als Präsident: entfesselt, ungezügelt, hemmungs- und rücksichtslos (Trump, der Gschäftlimacher). Er hat Amt und Land verändert – und damit auch den Rest der Welt.

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