Zum Hauptinhalt springen

Casting-Kandidat aus ElggMarsianer lässt Renzo Blumenthal & Co im Regen kicken

Drei Mister Rights rufen, die Ex-Fussballer und Promis kommen in Scharen. So geschehen bei einem Benefiz-Spiel am Sonntag. Mit dabei: der Elgger Mars-One Kandidat Steve Schild.

Prominentes Aufgebot für einen guten Zweck: Schweizer Fussball-Legenden spielten am Sonntag gegen Cervelat-Promis.
Prominentes Aufgebot für einen guten Zweck: Schweizer Fussball-Legenden spielten am Sonntag gegen Cervelat-Promis.
Foto: New Media Solution / Marcel Kaul

Die Altfussballer Pascal Zuberbühler und Daniel Gygax kickten am Sonntag im Letzigrund. Ihr Gegner: Promis wie Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal. Für einen guten Zweck nimmt man auch den strömenden Regen in Kauf. Fussball-Legenden gegen Promis – so lautete die Formel des Benefiz-Spiels, das von «Swiss Men’s Award»-Finalisten organisiert wurde.

Mit dabei ist der in Elgg wohnhafte Kandidat Steve Schild. Er wurde bekannt durch seine Mars-One-Kandidatur, mit der er als einer der ersten Menschen den roten Planeten besiedeln wollte. Nun hat er aber auch ein irdisches Ziel: Er will dieses Jahr zum Mister Right gekürt werden.

Bei der Castingshow handelt es sich um das Nachfolgeformat von Mister Schweiz. Was einen Mister Right genau ausmacht, bleibt aber offen. Die Show wirbt auf ihrer Website damit, kein Schönheitswettbewerb zu sein, sondern einen «offenen, sympathischen Mann» zu suchen, der «nicht nur auf sich, sondern vor allem auf seine Umwelt achtet». Die Kandidaten müssen sich Challenges unterziehen: So wetteiferten sie am letztjährigen Zürcher Oktoberfest um die meistverkauften Jägermeister-Shots, warfen Baumstämme bei Highland-Games und dekorierten Kuchen für das Tierwohl. Auch im Promi-Quiz zu brillieren, gehört zum Repertoire eines «Traummannes». Schwäche zeigen offenbar nicht: In den selbst erstellten Steckbriefen führen mehr als die Hälfte der Kandidaten «ungeduldig» als einzige Schwäche auf, zwei Kandidaten haben sogar keine einzige. Dafür spannende Hobbys: Networking und Fitness sind hoch im Kurs.

Spendenanlass mit prominentem Aufgebot

Dass die exzentrische Castingshow auch Sinnvolles hervorbringen kann, zeigt aber die aktuelle Challenge: Die Finalisten sollten einen Charity-Anlass organisieren. Schild tat sich dafür mit seinen Mitstreitern Mike Suleiman und Remo Schmid zusammen.

Trotz Wetterpech war der Anlass laut Schild ein voller Erfolg: «Es war grandios, es kamen auch wirklich viele Leute.» Gut 270 Personen waren laut Mitorganisator Remo Schmid vor Ort: «Aber eigentlich noch mehr, einige Leute haben durch den Zaun zugesehen.»

«Ich habe viele Talente, aber Fussball gehört nicht dazu.»

Steve Schild, Mister-Right-Kandidat

Dafür gesorgt hat das Aufgebot: Ehemalige Fussballprofis und mehr oder weniger bekannte Prominenz spielten mit. Sie standen nach dem Anlass auch für Fotos und einen Schwatz zur Verfügung. Mitgemacht hat beispielsweise Pegasus-Sänger Noah Veraguth, der gegenüber BlickTV sagte: «Ich finde das eine super Sache. Als leidenschaftlicher Fussballer bin ich auch bei diesem Wetter gerne dabei.» In der Halbzeit trat der Entertainer Koray Sanchez auf, Beni Thurnheer moderierte den Anlass. Am Ende siegten die Fussball-Legenden erwartungsgemäss mit 4:2 gegen die Promis.

Schild spielte im Gegensatz zu seinen Mitorganisatoren nicht mit. Er konzentrierte sich auf die Arbeit neben dem Platz und verkaufte Kinderbücher, um Spenden zu erzielen. «Ich habe viele Talente, aber Fussball gehört nicht dazu», so der Elgger.

Stiftung ehrt Organisatoren

Gesammelt wurde für die Stiftung für Kinder in der Schweiz mit Sitz in Hergiswil NW. Sie unterstützt benachteiligte Kinder und Jugendliche. Schild zeigt sich mit der Sammelaktion zufrieden, obwohl die finale Summe noch nicht bekannt ist: Online läuft sie noch bis Donnerstag. Bisher wurde dort die Hälfte der geplanten 10’000 Franken gesammelt – dazu kommen die Einnahmen vom Sonntag. Die Stiftung erklärte die drei Organisatoren jetzt schon zu Rittern und verlieh ihnen eine Urkunde. «Für mich das absolute Highlight, das war eine Ehre», sagt Schild.

Die Anlässe des Swiss Men’s Award laufen noch bis in den Herbst. Am 10. Oktober wird feststehen, ob der neue Mister Right in Elgg zu Hause ist.