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Neue Studie zu KitasQualität der Schweizer Kitas
noch ungenügend erforscht

Kindertagesstätten leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung, sondern wirken sich auch positiv
auf die Entwicklung der Kinder aus. Dies gilt aber nur, wenn die Qualität stimmt.

Eine neue Studie des Forschungsunternehmens Infras kommt zum Schluss: Eine geringe Kita-Qualität verstärkt Risikofaktoren aus dem familiären Umfeld, eine gute Qualität verringert sie.
Eine neue Studie des Forschungsunternehmens Infras kommt zum Schluss: Eine geringe Kita-Qualität verstärkt Risikofaktoren aus dem familiären Umfeld, eine gute Qualität verringert sie.
Themenfoto: Andrea Zahler

Obwohl die Qualität der Kinderbetreuung ein entscheidender Faktor sei, werde sie in der Schweiz bisher kaum wissenschaftlich untersucht oder regelmässig gemessen.

Zu diesem Schluss gelangt eine vom Forschungs- und Beratungsunternehmen Infras durchgeführte Studie
im Auftrag mehrerer Gleichstellungsfachstellen, die am Dienstag publiziert wurde.

Die Qualität der Betreuung beeinflusst die Entwicklung der Kinder. Eine geringe Kita-Qualität verstärke Risikofaktoren aus dem familiären Umfeld, eine gute Qualität verringere sie. Dies gelte unabhängig davon,
ob Kinder aus einer benachteiligten oder einer privilegierten Familie stammen würden.

Grösster Nutzen bei mittlerer Betreuungsdauer

Damit die Qualität in einer Kita stimme, brauche es unter anderem gut ausgebildetes Personal, faire Arbeitsbedingungen und einen guten Betreuungsschlüssel, so die Studie.

Den optimalen Nutzen, beispielsweise beim Spracherwerb oder im Sozialverhalten, erzielen Kinder bei einer mittleren Kita-Betreuungsdauer von etwa 15 bis 30 Stunden pro Woche.

Die Studie wurde von Gleichstellungsfachstellen der Kantone Zürich, Graubünden, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Appenzell Ausserrhoden sowie der Stadt Zürich in Auftrag gegeben.

SDA