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Serata Italiana im LivestreamQuicklebendiges Geisterspiel

Quirlige Opera buffa pulsierte am Freitag im Theater Winterthur und fand dank dem Internet sein Publikum vor annähernd vierhundert Displays.

Die Präsenz der Stimmen und des Orchesters, der Wechsel des Kamerablicks und dessen Nahsicht liessen das Geisterspiel auf dem Bildschirm so lebendig scheinen wie im Saal
Die Präsenz der Stimmen und des Orchesters, der Wechsel des Kamerablicks und dessen Nahsicht liessen das Geisterspiel auf dem Bildschirm so lebendig scheinen wie im Saal
Foto: Theater Winterthur

Kein Publikum im Saal. Ist man Zeuge einer Probe? Aber warum vor Beginn diese Nervosität, warum der spannende Countdown? Nein, im Theater wird an diesem Abend nicht geprobt, sondern gestreamt. Ganz hinten im Theatersaal stehen drei Pulte für die Steuerung der Kameras, für den Schnitt und für die Verbinding ins Internet, auf der Bühne das Orchester und an der Rampe Platz für die Auftritte der Solisten – technisches Rüstzeug hinten, künstlerischer Einsatz vorn. Dazwischen aber gähnende Leere, was auf der Bühne geboten wird, ist im Jargon des Sports ein Geisterspiel. Am Freitag waren gleich zwei Winterthurer Institution in diesem Sinn geisterhaft lebendig, das Musikkollegium, das seine eigene Orchesterarbeit per Streaming aufrecht hält, präsentierte gar eine Uraufführung. Für das Thetater war es der erste solche Anlass.

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