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Interview mit Mundart-Forscher«Rechtschreibung ist in vielen Berufen unwichtig»

Jugendliche an der Berufsmesse Zürich, die sich für den Job des Automatikers interessieren (17. November 2015).

Unser «Dialekt-Check» ist bei den Usern sehr beliebt. Woher kommt dieses Interesse?

Geht es um Mundart, verstehen wir uns alle als Experten – und das völlig zu Recht. Seltsamerweise wird in unserer Gesellschaft aber zugleich wenig über Mundart nachgedacht. In der Schule kommt sie kaum vor: Man spricht Hochdeutsch, und im Deutschunterricht beschäftigt man sich mit standarddeutscher Literatur. Sobald die Pause anbricht, redet man aber sofort wieder Mundart. Da könnten die Schulen mehr tun und die Mundart öfters zum Thema machen. In der gegenwärtigen Situation ist es daher gut nachvollziehbar, dass die Leute Angebote begrüssen, in denen sie Mundart reflektieren und ihre Kenntnisse vertiefen können.

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