Zum Hauptinhalt springen

Ölheizungen ersetzenRegierungsrat will mehr Klimaschutz bei Gebäuden

Mit Änderungen am Energiegesetz will der Regierungsrat eine CO2-freie Wärmeversorgung von Gebäuden erreichen. Baudirektor Martin Neukom (Grüne) setzt dabei unter anderem auf Subventionen.

Ein Tankfahrzeug liefert Heizöl – dieses Bild soll man nach dem Willen der Baudirektion in Zürich künftig weniger oft sehen.
Ein Tankfahrzeug liefert Heizöl – dieses Bild soll man nach dem Willen der Baudirektion in Zürich künftig weniger oft sehen.
KEYSTONE

Der Gesetzesentwurf des Regierungsrats sieht vor, dass die Kälte- und Wärmeerzeugung in Neubauten CO2-neutral erfolgen muss. «Die eigentliche Herausforderung liegt aber gar nicht bei den Neubauten, sondern bei den bestehenden Gebäuden», sagte Neukom an einer Medienkonferenz am Freitag.

Rund 120'000 Öl- und Gasheizungen existierten derzeit im Kanton Zürich. Sie sollen wann immer möglich durch klimaneutrale Wärmepumpen ersetzt werden. Diese seien in der Anschaffung zwar wesentlich teurer. Über die gesamte Lebensdauer hinweg seien sie aufgrund geringerer Betriebs- und Unterhaltskosten aber günstiger.

Ausnahmen sind möglich

Der Kanton will die Anschaffung von Wärmepumpen deshalb subventionieren. Laut Neukom können Hausbesitzer mit einer Subvention in der Grössenordnung von 15 bis 20 Prozent des Anschaffungspreises rechnen.

Eine neue Öl- oder Gasheizung soll nur dann noch eingebaut werden dürfen, wenn eine klimaneutrale Wärmeversorgung über ihre gesamte Lebensdauer mehr als 5 Prozent teurer wäre. Für den Kostenvergleich sollen die durchschnittlich Öl-, beziehungsweise Gaspreise und Strompreise der vergangenen vier Jahre herangezogen werden.

SDA