Adlikon

Adlikon hübscht sich auf für mögliche Fusion – mit einem Spielplatz

Die kleine Weinländer Gemeinde Adlikon hat eine eigene Primarschule mit einigen Herausforderungen.

Bunt bemalt: Der Löwe, das Wappentier von Adlikon, beim Gemeindehaus.

Bunt bemalt: Der Löwe, das Wappentier von Adlikon, beim Gemeindehaus. Bild: Heinz Diener

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In einem Jahr ist sie vorbei – die Fusionsabstimmung in der Region Andelfingen. Im November 2020 entscheiden die Stimmberechtigten von Adlikon, Andelfingen, Henggart, Humlikon, Kleinandelfingen und Thalheim an der Thur, ob diese sechs Politischen Gemeinden zum einen und alle Schulen in dem Gebiet zum anderen fusionieren sollen.

An der Gemeindeversammlung vom Dienstagabend in Adlikon schimmerte bei den Traktanden die mögliche Fusion immer wieder durch. Und dass Gemeindepräsident Peter Läderach offenbar an den Zusammenschluss glaubt, wurde in einer Äusserung deutlich: «Wir stehen vor einer Fusion mit den fünf Nachbargemeinden», sagte er. Es war dies der einleitende Satz seiner Antwort auf die Frage einer Adlikerin. Sie wollte wissen, was es mit dem geplanten Spielplatz beim Restaurant Post auf sich habe. In dem Haus, wo die Gemeindeversammlungen stattfinden, ist auch die Gemeindeverwaltung untergebracht. Mit dem Bau des neuen Spielplatzes wolle man, sagte Läderach, «der Braut ein schönes Kleid anziehen für die neue Gemeinde». Man wolle mit der Investition im Falle der neuen, fusionierten Gemeinde verhindern, dass «s’Pöschtli» schliessen müsse. Auch sei der alte Spielplatz «zusammengebrochen». Für 2020 sind 100000 Franken budgetiert, wobei ein Teil des Geldes für einige Geräte im Restaurant benötigt wird.

Reduzierte Schulpflege

Auch in der Versammlung der Primarschulgemeinde Adlikon war die mögliche Fusion der Schulgemeinden latent ein Thema: Die Adliker Schule hat Probleme, die auf ihre Kleinheit zurückzuführen sind. So hat die Schulpflege zurzeit nur drei statt fünf Mitglieder – wegen einer nahenden Mutterschaft sind es eigentlich sogar nur zwei. Schon dieses Jahr mussten mehrere Wahlgänge durchgeführt werden, um ein Schulpflegemitglied zu finden. Kürzlich gab es einen Rücktritt, und es sind weitere Wahlgänge nötig. Mit Raphaela Christandl aus Niederwil liegt immerhin ein Wahlvorschlag vor.

Fast wie fusioniert

Eine Fusion gleichsam im Kleinen ein Stück weit vorweggenommen haben die Schulgemeinden Humlikon und Adlikon. Wie bereits an der Versammlung in Humlikon bekanntgegeben, tauschen die beiden Gemeinden gegenseitig Schüler aus. «Wir wachsen mit Humlikon mehr zusammen», sagte Barnabas Hayn, Adlikons Schulpflegepräsident. Er ist überzeugt, dass die verstärkte Zusammenarbeit «eine gute Sache ist». Die Herausforderung: Adlikon hat derzeit 17 Schulkinder. Ein Kind mehr oder weniger hat Folgen für den Schulbetrieb. «Wir spüren jedes Kind», so Hayn.

Der Gesamtsteuerfuss sinkt von 130 auf 124 Prozent. Damit ist er wieder fast gleich hoch wie 2018 (123 Prozent). Für dieses Jahr musste Adlikon den Steuerfuss wegen eines Sonderschulfalls auf 130 Prozent anheben, um beim Kanton individuellen Sonderlastenausgleich (Isola) zu beantragen. Dieser Fall kostet die Gemeinde zwar weiterhin viel Geld. Doch weil bei der Berechnung des Ressourcenausgleichs das Gesetz wieder geändert wurde, ist nun kein Isola notwendig.

Erstellt: 04.12.2019, 15:26 Uhr

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