Dachsen

Gerichte lassen Nachbarn abblitzen

Seit drei Jahren ist in Dachsen wegen Einsprachen von Anwohnern ein Bauvorhaben blockiert. Das Bundesgericht hat diese nun abgewiesen.

Die Wohnbaugenossenschaft «Bi de Lüt» kann ihr Bauvorhaben in Dachsen weiterverfolgen.

Die Wohnbaugenossenschaft «Bi de Lüt» kann ihr Bauvorhaben in Dachsen weiterverfolgen. Bild: PD

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Man wolle Einwohner im dritten Lebensabschnitt motivieren, in Dachsen zu bleiben. Das sagte Dachsens Gemeindepräsident Daniel Meister an einer Gemeindeversammlung im Dezember 2013. Damals sagte die Versammlung Ja zum Verkauf von Gemeindeland, um eine Überbauung mit altersgerechten Wohnungen zu ermöglichen. Doch die 24 Alterswohnungen in drei Häusern sind bis heute nicht gebaut.

Der Grund für die Verzögerung sind zwei Nachbarn, die sich gegen das Projekt der Wohnbaugenossenschaft «bi de Lüt» gerichtlich wehrten. Sie stellten die Ortsbildverträglichkeit der geplanten Überbauung in der Kernzone von Dachsen infrage. Doch nach dem Zürcher Baurekursgericht und dem Zürcher Verwaltungsgericht hat nun auch das Bundesgericht in Lausanne ihre Beschwerde gegen den Gestaltungsplan abgewiesen.

Gestaltungsplan ist nun rechtskräftig

Auf der Webseite der Genossenschaft sind die Meilensteine des Bauvorhabens Punkt für Punkt aufgelistet. Im Mai 2015 erfolgte der Landkauf für das Vorhaben, und im Dezember 2015 bewilligte die Gemeindeversammlung ein Darlehen von einer Million Franken. Die ausserordentliche Gemeindeversammlung genehmigte im Februar 2016 den Gestaltungsplan, einen Monat später wurden die Baugespanne aufgestellt.

Im Mai 2016 hiess die kantonale Baudirektion den Gestaltungsplan für die Überbauung gut. Doch gegen die Verfügung der Direktion rekurrierten zwei Nachbarn. Bis März 2018 lehnten sowohl das Baurekursgericht als auch das Verwaltungsgericht den Rekurs in allen Punkten ab. Im Mai 2018 zogen die beiden Nachbarn den Fall weiter ans Bundesgericht, das ihren Rekurs nun endgültig abgewiesen hat. Somit ist der Gestaltungsplan rechtskräftig.

Interessenten abgesprungen

Nun kann das Baugesuch weiterbearbeitet werden. Gäbe es dagegen erneut eine Einsprache, würde der Anwalt der Wohnbaugenossenschaft «die aufschiebende Wirkung mit guter Erfolgschance bekämpfen», wie die «Andelfinger Zeitung» aus dem Newsletter der Genossenschaft zitiert.

Wegen des Rechtsstreits konnte das Bauvorhaben rund drei Jahre lang nicht vorangetrieben werden. Deshalb sind Interessenten für die Alterswohnungen abgesprungen. Laut der «Andelfinger Zeitung» ist wegen der Verzögerung auch die Integration einer Arztpraxis gescheitert. (Der Landbote)

Erstellt: 24.04.2019, 15:44 Uhr

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