Andelfingen

In 177 Stunden durch Deutschland gelaufen

Julian Schneckenburger hat in 19 Tagen 1300 Kilometer zurückgelegt. Zu Fuss.

Julian Schneckenburger wurde Siebter.

Julian Schneckenburger wurde Siebter. Bild: mas

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Er hat es geschafft: Der 46-jährige Ultraläufer Julian Schneckenburger aus Andelfingen ist in 19 Tagesetappen und nach 1300 Kilometern am vergangenen Donnerstag in Garmisch-Partenkirchen ins Ziel gelaufen. «Es war ein hartes Stück, aber ich bin gesund und glücklich angekommen», sagt er. Gestartet war er am 18. August in Sylt und ist täglich zwischen 55 und 89 Kilometer von der Nord- bis zur Südgrenze Deutschlands gelaufen. Knapp 177 Stunden hat er dafür gebraucht, siebter ist er geworden. Qualifiziert hatten sich 20 Läufer und zwei Läuferinnen.

9000 Franken gespendet

Schneckenburger hat während des Wettkampfes Geld für den Angelman-Verein gesammelt. Das war einer seiner Antriebe. Der Verein unterstützt Angehörige von Menschen mit dem Angelman-Syndrom, eine Folge einer seltenen Gen-Besonderheit. Sie geht oft einher mit einer starken Verzögerung der körperlichen und geistigen Entwicklung und Sprachproblemen.

Mit Hilfe einer App konnten Freunde und Bekannte die Zeiten schätzen, zu denen er an den einzelnen Etappen ins Ziel läuft. Es sind rund 9000 Franken zusammengekommen.

«Meine Knie und Fussgelenke waren geschwollen.»Julian Schneckenburger über die Strapazen

Während des Laufs haben ihn seine Partnerin und deren Vater begleitet – mit einem Wohnmobil und E-Bikes. Im Wohnmobil hat Schneckenburger auch übernachtet. «Ohne die beiden wäre das nicht möglich gewesen», räumt der Ultraläufer ein. Extrem hart und schmerzhaft sei die erste Woche gewesen, in der er mit Ausnahme des ersten Tages rund 80 Kilometer im Tag gelaufen sei. «Meine Knie und Fussgelenke waren geschwollen.»

Doch die anderen Läufer und Helfer hätten ihn stets motiviert, der Zusammenhalt sei gross gewesen, egal ob man schnell oder langsam unterwegs war. «Das war schön», sagt er. Was die Strecke betrifft, so habe es ihm im Allgäu am besten gefallen. Denn dort sei das Gelände endlich wieder mal hügelig gewesen.

Erstellt: 12.09.2019, 15:12 Uhr

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