Abstimmung

Sechs Weinländer Gemeinden stimmen über Fusion beim Forst ab

Im Mai und Juni entscheidet sich, ob die zwei Cholfirst-Forstreviere zusammengeschlossen werden.

Oberhalb von Benken und Uhwiesen (links oben im Bild) liegt der bewaldete Hügelzug Cholfirst.

Oberhalb von Benken und Uhwiesen (links oben im Bild) liegt der bewaldete Hügelzug Cholfirst. Bild: Heinz Kramer

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Wie ein dunkelgrünes Band verläuft der Cholfirst am Horizont – der bewaldete Hügelzug bildet die nördliche Begrenzung des Zürcher Weinlandes. In dem Waldgebiet gibt es zwei Forstreviere, die schon seit Jahren zusammenarbeiten: Cholfirst Nord und Cholfirst Süd. Nun wollen die Gemeinderäte von Benken, Dachsen, Feuerthalen, Flurlingen, Laufen-Uhwiesen und Trüllikon diese zwei Reviere zu einem zusammenschliessen.

Die Stimmberechtigten – mit Ausnahme derjenigen von Benken – entscheiden am 19. Mai an der Urne, ob sie das neue, fusionierte Forstrevier Cholfirst wollen. Der Benkemer Souverän befindet an der Gemeindeversammlung vom 17. Juni darüber.

«Rückläufige Preise»

In den Abstimmungsunterlagen heisst es zwar, dass sich die langjährige Zusammenarbeit zwischen den beiden bestehenden Forstrevieren auf dem Cholfirst bewährt habe. Einen Satz später aber steht: «Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die rückläufigen Preise auf dem Holzmarkt und die bevorstehenden Pensionierungen der bisherigen Revierförster verlangen nach einer verstärkten Kooperation der beiden eigenständigen Forstbetriebe.»

«Der neue Reviervertrag schafft eine günstige Voraussetzungen für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft»

In einer stärkeren Zusammenarbeit sehen die Gemeinderäte der sechs Gemeinden ein «grosses Potential». Die Evaluation eines Zusammenschlusses startete im August 2017. Eine Arbeitsgruppe klärte ab, ob eine solche Fusion für die Beteiligten «einen Mehrwert generiert». Das Fazit: Der neue Reviervertrag schaffe «günstige Voraussetzungen für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft».

«Dank dem positiven Synergieeffekt aus dem Zusammenschluss werden sich die Revierkosten leicht vermindern.»

Das neue Revier würde gut 1000 Hektaren Wald umfassen, davon 240 Hektaren Privatwald. Das Forstrevier wäre etwas grösser als das durchschnittliche Revier im Kanton. Wegen der sich seit vielen Jahren verschlechternden Lage auf dem Holzmarkt gilt diese Reviergrösse als sinnvoll, um einen Forstbetrieb auch in Zukunft auslasten zu können. Der neue Forstbetrieb Cholfirst würde aus einem Revierförster, einem Forstwart-Vorarbeiter, zwei Forstwarten und einem Lernenden bestehen.

Ob bei der Holzernte, der Jungwaldpflege oder bei den Naturschutzarbeiten: Die Qualitätsstandards sollen weiterhin gewährleistet werden. Laut den Abstimmungsunterlagen ist davon auszugehen, dass das neue Forstrevier «keine Mehrbelastung verursachen wird». Im Gegenteil: «Dank dem positiven Synergieeffekt aus dem Zusammenschluss werden sich die Revierkosten leicht vermindern.»

Neubau nach Ja geplant

Die Sitzgemeinde des neuen Reviers wäre Benken, während nach einem Ja in Laufen-Uhwiesen ein neuer Forstwerkhof für rund eine Million Franken geplant würde. Am 1. September 2021 würde das fusionierte Forstrevier starten. (Landbote)

Erstellt: 29.04.2019, 16:36 Uhr

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