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Anders essen im Reich der Lichter und der Stimmen

Geschnitzte Kürbisse zum Ansehen und zahlreiche Kürbisprodukte zum Essen lockten am Wochenende Tausende in das kleine Weinbauerndorf Rudolfingen. Die vom Dorfladenverein organisierte Kürbisbeleuchtung sichert dem einzigen Laden das Überleben.

Rund tausend geschnitzte Kürbisse säumen die Strassen in Rudolfingen und schaffen eine einmalige Stimmung. An Ständen werden Kürbisspeisen angeboten.
Rund tausend geschnitzte Kürbisse säumen die Strassen in Rudolfingen und schaffen eine einmalige Stimmung. An Ständen werden Kürbisspeisen angeboten.
Patrick Gutenberg

Nicht einmal dreihundert Einwohner zählt Rudolfingen. Fünfzigmal so viele Besucherinnen und Besucher wollen jedes Jahr die Kürbisbeleuchtung sehen. Sie kommen längst nicht nur aus der Region. Auch in Winterthur ist der Termin im November bei vielen ein fester Wert in der Jahresagenda, aus Lichtensteig im Toggenburg fährt ein Kleinbus. Was macht den Reiz der beiden Abende aus? Das Schlendern durch eine kon­zen­trier­te Verpflegungsbatterie erinnert zunächst einmal an Grossanlässe wie Albanifest und Afro-Pfingsten. Nur dass hier die übliche Lärmkulisse komplett fehlt. Einmalig sind die Lichter und die Schnitzereien, das Stimmengemurmel und die kulinarischen Verlockungen, die hier nicht marktschreierisch angeboten werden, sondern still und fast heimlich. Die dringlichsten Botschaften lauten «Kürbisbeiz» und «Kürbislasagne» und «Kürbis- chüechli» und so weiter, in vielen Variationen, und immer in sanft einladendes Licht getaucht. Es gibt etwas zu entdecken.

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