Flaachtal

Auszeichnung aus Brüssel für Flaachtaler Verein «AgroCO2ncept»

Über sieben Jahre nach seiner Gründung erhält ein Verein von Flaachtaler Landwirten eine Ehrung für seinen Einsatz im Klimaschutz. Die Lorbeeren stammen von einem Projekt, das die EU unterstützt.

Blick vom Goldenberg bei Dorf ins Flaachtal.

Blick vom Goldenberg bei Dorf ins Flaachtal. Bild: Marc Dahinden

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Diese Woche hat der Flaachtaler Verein «AgroCO2ncept» in Brüssel den Titel «Botschafter für ländliche Innovation» erhalten. Die Ehrung ist der Abschluss des «Europäischen Wettbewerbs für Innovation im ländlichen Raum» (Euric), der im Januar 2019 startete. Als die Flaachtaler Landwirte im März 2012 Flaachtaler den Verein gründeten, waren der Klimawandel und das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) zwar auch schon ein Thema in der Öffentlichkeit, aber nicht in der Breite wie heute.

Dieser Wettbewerb gehört zum Forschungsprojekt «Liaison», das von der Europäischen Union (EU) im Rahmen des Horizon 2020-Programms gefördert wird. Partner dieses Projekts in der Schweiz ist das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl).

Aus 23 Ländern Europas

In der Medienmitteilung von «AgroCO2ncept» heisst es, dass der Verein «aus über 200 Beiträgen aus ganz Europa zum Gewinner» des Wettbewerbs ausgewählt worden sei. Das Liaison-Projektteam bezeichne seine Arbeit als «inspirierende und bahnbrechende Initiative».

Der Verein ist aber nicht der alleinige Gewinner des Wettbewerbs, an dem 220 Unternehmen, Projekte und Initiativen aus 23 Ländern Europas teilnahmen. Die Jury hat nämlich aus dem Teilnehmerkreis 15 Botschafter für ländliche Innovation ausgewählt, davon zwei aus der Schweiz: ein Projekt aus dem Puschlav und eben jenes aus dem Flaachtal. «Alle Botschafter», heisst es auf der Website von Fibl, «erhalten personalisierte Werbematerialien, internationale Anerkennung sowie die Möglichkeit, von zahlreichen Netzwerkmöglichkeiten zu profitieren».

Der Flaachtaler Verein «AgroCO2ncept» hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, CO2 in der Landwirtschaft um 20 Prozent zu reduzieren. Ob Viehhalter, Reb-, Spargel- oder Ackerbauern: 24 Landwirte sind in diesem Verein. Sie wollen die Machbarkeit des praktischen Klimaschutzes im landwirtschaftlichen Alltag aufzeigen. Die Schweizer Landwirtschaft wird für rund elf Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich gemacht. «Um die Auswirkungen der Klimaerwärmung zu begrenzen, wird sie eine zentrale Rolle einnehmen müssen», schreibt der Verein aus dem Flaachtal.

Erdöl einsparen

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Verein zahlreiche, teils klein erscheinende Massnahmen um. Fährt zum Beispiel ein Traktor mit hohen Reifendrücken auf der Strasse, können rund 25 Prozent Treibstoff eingespart werden. Umgekehrt mit tiefem Druck in den Reifen auf dem Acker sind Einsparungen von etwa 15 Prozent möglich.

Oder: Stellt ein Weinbauer auf leichtere Weinflaschen um, kann ein Drittel Erdöl eingespart werden, das für deren Herstellung benötigt wird. Oder: Wird der Acker weniger stark bearbeitet, entweicht weniger CO2. Umgekehrt bindet mehr Humus in der Erde mehr des Treibhausgases.

Erstellt: 08.12.2019, 11:29 Uhr

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