Atommüll

Das Tor zum Endlager könnte noch näher an die deutsche Grenze rücken

Die Nagra lanciert die Debatte um den Standort von Zugangsanlagen im Zürcher Weinland. Sie schlägt nebst dem bekannten Standort eine Alternative näher an Deutschland vor.

Wo kommt das Endlager hin? Und wohin seine Zugangsstollen? Die Fragen werden kontrovers diskutiert - davon zeugt auch das Mahnmal in Marthalen.

Wo kommt das Endlager hin? Und wohin seine Zugangsstollen? Die Fragen werden kontrovers diskutiert - davon zeugt auch das Mahnmal in Marthalen.

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Für den Betrieb eines Endlager sind grössere Anlagen an der Oberfläche nötig. Wo diese genau gebaut würden, soll in nächster Zeit konkret diskutiert werden. Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hat gestern mehrere Vorschläge für verschiedene Zugänge präsentiert.

Dies in allen drei Regionen, die für den Bau eines Endlagers noch in Frage kommen. Im Zürcher Weinland hält die Nagra weiter am bisher diskutierten Hauptstandort zwischen den Dörfern Rheinau, Benken und Marthalen fest. Da dort aber kürzlich ein Grundwasservorkommen entdeckt wurde, stellt die Nagra nun einen alternativen Standort für die Oberflächenanlage zur Debatte.

Dies nicht etwa, weil das dortige Grundwasservorkommen gefährdet wäre. Sondern, weil dieses zur Folge hätte, dass die Gebäude weniger tief in den Untergrund gebaut werden könnten. Dadurch wären sie in der Gegend besser sichtbar.

Trotz Kritik der Nachbarn

Der alternativ vorgeschlagene Standort liegt etwas näher am Rhein und damit auch näher an der Landesgrenze. Und das obwohl auf deutscher Seite seit Längerem kritisiert wird, dass die Anlagen nahe an die Grenze gebaut werden könnten.

Die Vorschläge der Nagra werden nun in den betroffenen Regionen analysiert und diskutiert. Für eine inhaltliche Stellungnahme sei es daher noch zu früh, sagt Jürg Grau, Präsident der Weinländer Regionalkonferenz. (Der Landbote)

Erstellt: 09.05.2019, 17:52 Uhr

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