Andelfingen

Der Musikunterricht wird teurer

Die Musikschule Andelfingen und Umgebung will ihre Tarife erhöhen.

Wird der Musikunterricht an der Musikschule Andelfingen und Umgebung bald teurer? Die Delegierten stimmen über ein neues Tarifsystem ab. Symbolbild: Keystone

Wird der Musikunterricht an der Musikschule Andelfingen und Umgebung bald teurer? Die Delegierten stimmen über ein neues Tarifsystem ab. Symbolbild: Keystone

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Lorenzo Galvan, der Präsident der Musikschule Andelfingen und Umgebung (MSA), blickt nicht ganz sorglos auf die nächste Mitgliederversammlung am Mittwoch um 20 Uhr im Primarschulhaus Andelfingen. Er muss bei den Delegierten mehrere Anträge durchbringen, die grosse Folgen haben werden.

Der Antrag für ein neues Tarifsystem wird wohl die heftigsten Diskussionen auslösen. Laut Jahresbericht wurden die bestehenden Tarife seit 2013/2014 nicht mehr angepasst. Doch da sich die Lohnsumme wegen Stufenanstiegen, Alterstruktur und Teuerungsausgleich erhöht, müssen auch die Einnahmen erhöht werden. Die MSA will deshalb mit acht Prozent höheren Tarifen eine ausgeglichene Jahresrechnung gewährleisten. Konkret heisst das, eine Standardlektion von 40 Minuten wöchentlich würde pro Semester 855 Franken kosten. Das sind 65 Franken mehr als bisher.

MSA-Löhne sind nicht mehr marktgerecht

Präsident Galvan sagt: «Wir haben gezögert mit dem Antrag, denn Musik darf nicht zum Luxusgut werden.» Und: «Jeder Tarifanstieg tut auch mir weh. Aber wir sind einfach zum Schluss gekommen, dass wir die Tarife jetzt anpassen müssen.» Ein Trost für den Präsidenten ist allerdings, dass die Kosten für den Musikunterricht an der MSA im Vergleich mit anderen Schulen im Kanton immer noch im unteren Drittel sind.

Ein weiterer Antrag betrifft den Lohn der Musiklehrpersonen. Dieser soll an das Besoldungsreglement des Verbands Zürcher Musikschulen angepasst werden, das sich am System der Löhnen von Primarlehrpersonen orientiert. Das bisherige Reglement habe zu einer Lohnschere zwischen Musiklehrpersonen der MSA und denen an anderen Musikschulen geführt. MSA-Löhne seien nicht mehr marktgerecht und die Attraktivität als Arbeitgeber leide, heisst es im Antrag. Die finanzielle Folge dieser Anpassung ist, dass die Gesamtlohnsumme um 3,8 Prozent erhöht werden soll. Auch das soll durch die höheren Tarife aufgefangen werden.

Alternative Szenarien in der Schublade

Laut Galvan ist es gar nicht so einfach, gute Musiklehrpersonen zu finden. Ausserdem könne in der Region Weinland nicht in einem einzigen Raum unterrichtet werden, wie etwa in der Stadt. «Man muss sich von einem Ort zum anderen verschieben.»

Der MSA sind elf Weinländer Schulgemeinden angeschlossen. Der Ausgang der Mitgliederversammlung ist laut Galvan völlig offen. «Wir sind aber auch vorbereitet, falls der Antrag nicht angenommen wird und haben verschiedene Szenarien ausgearbeitet.» Ziel sei es, Ende Jahr eine schwarze Null zu schreiben.

Erstellt: 15.09.2019, 17:31 Uhr

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