Flurlingen

Der rutschende Hang am Rheinufer wird gesichert

Ab nächstem Frühling soll der Veloweg entlang des Rheins wieder offen sein.

Der Rheinuferweg in Flurlingen soll im Frühling wieder offen sein.

Der Rheinuferweg in Flurlingen soll im Frühling wieder offen sein. Bild: mad

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Das Rheinufer rutscht. Seit vor rund eineinhalb Jahren ein Teil des Hangs den Uferweg in Flurlingen begrub, ist der Weg des Rheinufers entlang gesperrt: Zu unsicher sind die Erdmassen dort. Doch das soll sich nun ändern. Im Oktober beginnt der Kanton mit den Arbeiten.

Die lockeren Steine und die nasse Erde sollen so abgesichert werden, dass Velofahrer voraussichtlich ab Januar 2020 wieder gefahrlos dem Rhein entlang radeln können. Nach dem Hangrutsch im Januar 2018 haben Geologen im Auftrag des Baudepartements des Kantons Zürich die Situation oberhalb des Radwegs untersucht.

Stahlnetz zur Sicherheit

Das Problem sei, dass bei starken Niederschlägen Wasser zwischen Fels und Erdmassen fliesst, kommen sie zum Schluss. Die wassergesättigte Erde rutscht dann auf dieser Schräge zum Weg hinunter. Die Geologen des Kantons schlagen in ihrem Bericht an neun Standorten verschiedene Massnahmen zur Sicherung vor. Es geht vor allem darum, das den Hang hinuterfliessende Wasser zu leiten und die lockeren Steine mit einem Stahlnetz abzusichern. Dazu müssen die Steine vorher von umgestürzten Bäumen und Humus-Erde befreit werden.

Unberrechenbare Natur

Am Ende soll auch das Ufer neu befestigt werden und eine neue Entwässerungsrinne entlang des Wegs gebaut werden, wie die Baudirektion schreibt. Doch wie bei jeder Naturgefahr gäbe es auch hier keine hundertprozentige Sicherheit, sagt Thomas Maag, Sprecher der Baudirektion. Die Situation hänge stark von äusseren Einflüssen ab, beispielsweise lang anhaltender Regen und somit ein vollgesaugter Boden.

Wie teuer die Sicherung und damit der wieder benutzbare Weg entlang des Rheins wird, ist noch nicht klar. Die Aufträge seien noch nicht vergeben. Zudem handle es sich um sehr fachspezifische Arbeiten, bei denen man über wenige Erfahrungswerte verfügt, sagt Thomas Maag. Man gehe aber von einem mittleren bis höheren sechsstelligen Betrag aus.

Kein steiler Umweg mehr

Über den ab nächstem Frühling wieder sicher befahrbaren Radweg dürften sich nicht nur Anwohner freuen. Die internationale Route entlang dem Rhein lockt auch viele Touristen an. Und auch diese werden gerne auf die 90 Höhenmeter Umweg über Uhwiesen verzichten.

Erstellt: 16.09.2019, 18:15 Uhr

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