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Der Zeller Schulpräsident rät im Stammertal von einer Fusion ab

Langsam müssten die Fusionsbefürworter im Stammertal aus der Deckung kommen. Denn der Widerstand der Schulgemeinde gegen den Zusammenschluss wächst weiter.

Im Stammertal wird über den Zusammenschluss zu einer Einheitsgemeinde abgestimmt.
Im Stammertal wird über den Zusammenschluss zu einer Einheitsgemeinde abgestimmt.
Marc Dahinden

Die beiden Schulpräsidenten von Zell und Seuzach, Andreas Vetsch und Marco Calzimiglia, waren am Donnerstag in Oberstammheim zu Gast. Dies, um vor rund 150 Stammertalern über ihre Erfahrungen mit einer Einheitsgemeinde zu sprechen. Eine solche Gemeinde meint den Zusammenschluss einer Schulgemeinde mit einer oder mehreren Politischen Gemeinden. Über eine derartige Fusion stimmt die Stammertaler Bevölkerung am 24. September an der Urne ab. Zum Tal gehören Waltalingen, Ober- und Unterstammheim sowie die Schulgemeinde.

«Ich würde den Wechsel zur Einheitsgemeinde nicht mehr machen, da die Nachteile überwiegen»

Andreas Vetsch

Man wolle «offen und neutral informieren», sagte der Oberstammer Gemeindepräsident Martin Farner zu Beginn der Veranstaltung. Doch zur grossen Überraschung liess der langjährige Zeller Schulpräsident Andreas Vetsch fast kein gutes Haar an der Einheitsgemeinde in seinem Wohnort, die seit 2002 existiert.

Seuzach ist zufrieden

Vetsch ist schon so lange im Amt, dass er noch die Situation vor der Fusion kannte. Und wie das Stammertal besteht die Tösstaler Gemeinde Zell aus mehreren einzelnen Dörfern. «Ich würde den Wechsel zur Einheitsgemeinde nicht mehr machen, da die Nachteile überwiegen», sagte er als Fazit. So sei etwa die Schulpflege in der fusionierten Gemeinde geschwächt worden und habe weniger Kompetenzen als früher. Und zu möglichen Einsparungen durch Synergien meinte Vetsch: «Man spart gar nichts, denn die Wege werden länger.» Es stimme zwar, dass es im Kanton immer mehr Einheitsgemeinden gebe. Und auch in Zell sei dadurch nicht alles schlecht geworden, nur: «Man soll auch einmal die kritischen Stimmen hören.» Dass die Stammertaler Schulbehörde lieber eine Fusion ohne die Schule hätte, ist kein Geheimnis.

Positiv fiel die Bilanz von Marco Calzimiglia aus Seuzach aus. Der Schulpräsident räumte aber ein, dass er die Situation vor der Einheitsgemeinde 2002 selber nicht kannte. Zudem besteht die Seuzacher Einheitsgemeinde nur aus der Politischen Gemeinde und der Primarschulgemeinde, aber ohne die Sekundarschule.

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