Rheinau

Die Erdgasleitungen in der Region werden alle zwei Wochen kontrolliert

Gleich zweimal pro Monat muss die Erdgas Ostschweiz AG ihr über 600 Kilometer langes Leitungsnetz kontrollieren. Dabei kommen, wie kürzlich in Rheinau im Zürcher Weinland, auch Helikopter zum Einsatz.

Die Erdgas-Trassekontrollen werden auch per Helikopter durchgeführt.

Die Erdgas-Trassekontrollen werden auch per Helikopter durchgeführt. Bild: gazenergie.ch, PD

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Kürzlich war im Rheinauer Mitteilungsblatt von Helikopterflügen über dem Gemeindegebiet zu lesen. Als Auftraggeber der Kontrolltätigkeit wurde die Erdgas Ostschweiz AG angegeben. «Diese Befliegungen werden seit vielen Jahren alle vier Wochen durchgeführt», heisst es in der Mitteilung.

Vom Erdgasleitungsnetz ist in der Landschaft praktisch nichts zu sehen – ausser den orangen, giebelförmigen Markierungen auf Pfählen. Diese zeigen an, dass darunter eine Erdgasleitung verläuft.

Die orangen, giebelförmigen Markierungen in der Landschaft zeigen Erdgasleitungen an. Bild: Sabina Bost

Veränderungen im Terrain

Die sogenannte Verordnung über Sicherheitsvorschriften für Rohrleitungsanlagen (RLSV) schreibt vor, die Erdgasleitungen, die Nebenanlagen und ihre Zugänglichkeit, die baulichen Schutzmassnahmen sowie die erwähnten Markierungssignale «alle zwei Wochen zu kontrollieren», wie Fabiana Kiefer von Erdgas Ostschweiz AG sagt. Diese Kontrollen könnten zu einem «angemessenen Teil» mit Helikopterflügen durchgeführt werden – diese Formulierung steht so in der Verordnung des Bundes.

Das Hochdrucknetz der Erdgas Ostschweiz AG (siehe Karte rote Linie) ist aktuell rund 620 Kilometer lang und sei in den letzten Jahren ständig ausgebaut worden, wie Kiefer weiter sagt.

Quelle: Erdgas Ostschweiz AG, Stand November 2016

Die Kontrolle des gesamten Trassees werde alternierend mit einem Fahrzeug oder per Helikoper durchgeführt. Dabei werde besonders auf mögliche Veränderungen im Terrain, also in der Landschaft, geachtet.

Nach starken Gewittern

Dies können zum Beispiel unbekannte, bewilligungspflichte Bautätigkeiten oder allgemeine Tätigkeiten sein, welche die Rohrleitungsanlagen «in irgendeiner Form gefährden können», so Kiefer. Insbesondere nach starken Gewittern würden in Gebieten, wo die Gefahr von Rutschungen oder Senkungen besteht, etwaige Verschiebungen kontrolliert. Bei den Kontrollen werden laut Kiefer «in regelmässigen Abständen» unbewilligte Bauarbeiten festgestellt. Die kontinuierlichen und intensiven Kontrollen «garantieren einen hohen Sicherheitsstandard unserer Transportsysteme».

«Im schlimmsten Fall muss der Kontrolleur einen sofortigen Baustopp verhängen.»Fabiana Kiefer, 
Mediensprecherin der Erdgas Ostschweiz AG

Bei den unbewilligten Bauarbeiten handle es sich in der Regel um Grabarbeiten für Werkleitungen oder Drainagen, also Leitungen für die Entwässerung. Es wird dabei also zu nahe bei den Erdgasleitungen gegraben. Werden solche Arbeiten festgestellt, «wird situativ und fallbezogen entschieden, welche Massnahmen eingeleitet werden müssen», sagt Kiefer. Im schlimmsten Fall, «wenn die Leitung direkt gefährdet ist», müsse der Kontrolleur des Trassees einen sofortigen Baustopp verhängen. Bei den kürzlichen Kontrollen im Weinland seien keine solchen illegalen Bauten festgestellt worden.

Erstellt: 20.11.2019, 13:52 Uhr

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