Berg am Irchel

Die Habichtskäuze sind jetzt flügge

Drei Habichtskäuze aus der Greifvogelstation sind gesund in Österreich angekommen. Bald fliegen sie in die Freiheit.

Von Berg am Irchel (links) in den Wienerwald: Andreas Lischke, Leiter der Greifvogelstation, übergibt einen Habichtskauz an Richard Zink, Projektleiter des Wiederansiedlungsprojekts (rechts). Fotos mad/paneco

Von Berg am Irchel (links) in den Wienerwald: Andreas Lischke, Leiter der Greifvogelstation, übergibt einen Habichtskauz an Richard Zink, Projektleiter des Wiederansiedlungsprojekts (rechts). Fotos mad/paneco

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Während ihres Flugs nach Wien waren die drei jungen Habichtskäuze aus Berg am Irchel ganz ruhig: «Sie befanden sich in abgedunkelten Behältern», sagt Andreas Lischke, Leiter der Greifvogelstation. Dennoch wollte er die Reise mit seinen Schützlingen nach Österreich möglichst rasch hinter sich bringen, um die Wildtiere nicht unnötigem Stress auszusetzen.

«Nach einem Gesundheitscheck haben sie sich bald in den hinteren Teil des Geheges zurückgezogen»

Dank des freiwilligen Engagements eines Piloten dauerte es bis zum Zielort nur wenige Stunden. Lischke und die Jungvögel konnten in einem Kleinflugzeug mitfliegen. Auch die Zollabfertigung in Wien sei rasch erledigt gewesen, sagt Lischke weiter. Die nötigen Dokumente dafür hatte er im Vorfeld beschafft.

In Österreich angekommen, ging es per Auto in den Biosphärenpark Wienerwald weiter. Damit die Habichtskäuze sich an ihre neue Umgebung gewöhnen, sind sie derzeit noch in einer Voliere. «Nach einem Gesundheitscheck haben sie sich bald in den hinteren Teil des Geheges zurückgezogen», sagt Lischke.

Noch zwei bis drei Wochen

Nach zwei bis drei Wochen sollen sie in die Freiheit entlassen werden. Denn die Vögel aus dem Zuchtprogramm der Greifvogelstation sind Teil eines wissenschaftlich begleiteten Wiederansiedlungsprojekts.

Forscher haben deshalb ihr Genmaterial analysiert, um sie später anhand von Federn oder Ausscheidungen identifizieren zu können. Lischke hofft, dass sich die drei Habichtskäuze im urwaldähnlichen Schutzgebiet gut zurechtfinden und so zur Vergrösserung der Population beitragen. Insgesamt neun Habichtskäuze konnte die Greifvogelstion in Berg am Irchel mittlerweile zum Wiederansiedlungsprojekt beitragen.

Erstellt: 03.07.2019, 18:01 Uhr

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