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Die Kindergärtler brauchen mehr Platz

Schon heute sind die Kindergärten in Ossingen übervoll. Die Schulpflege will deshalb auf dem Primarschulareal zwei zusätzliche Klassenzimmer schaffen.

Ossingen hat zu viele Kinder.
Ossingen hat zu viele Kinder.
jb

«Wir haben ein Problem», sagte Robert Sigg, Primarschulpräsident von Ossingen, am Mittwoch an der Gemeindeversammlung. Noch bevor Finanzvorstand Markus Schwalt das Budget präsentierte, sprach Sigg von steigenden Schülerzahlen. «Die Kinder kommen alle aufs Mal», sagte er. In der Überbauung Orenberg der GWG-Genossenschaft seien in den letzten Jahren viele Familien eingezogen.

Heute besuchen 133 Kinder Primarschule und Kindergarten. In den zwei Kindergartenklassen werden im Moment 47 Kinder unterrichtet. Diese Zahl liegt aber bereits über der vom Volksschulamt vorgegebenen maximalen Klassengrösse von 21 Kindern auf der Kindergartenstufe. Die Schule fängt dies im Moment mit Klassenassistenzen auf.

Zahlen bleiben hoch

Es sollen aber noch mehr Kinder werden, wenn alle Mietwohnungen einmal fertig gebaut sind. «Es braucht einen dritten Kindergarten», sagte Sigg. Da die Zahlen permanent hoch blieben, würde es ihn auch langfristig brauchen. «Ausser die Truttiker springen ab», schränkte er ein. Denn die Kindergartenkinder der Nachbargemeinde besuchen den Unterricht in Ossingen.

Vorgesehen sind zwei zusätzliche Räume neben dem Doppelkindergarten an der Guntibachstrasse. Einer der Räume soll als multifunktionaler Raum ausgestaltet werden. «Damit wir etwas Reserve haben, wenn wir an der Primarschule oder im Kindergarten noch mehr Platz brauchen.» Denn irgendwann werde die Schule nicht mehr darum herum kommen, auch Tagesstrukturen anzubieten, sagte Sigg. Und um einem allfälligen Einwand aus der Versammlung zuvorzukommen, sprach er auch den zur Verfügung stehenden Platz an der Oberstufe an. «Es ist schon so, dass die Oberstufe etwas mehr Schüler vertragen könnte», sagte Sigg. Doch die Zimmer würden sich nicht für Kindergärtler eignen. «Und vielen Eltern ist es sicher nicht so wohl, wenn die Kleinen die gleichen WCs und Garderoben benützen wie die Grossen.»

Wohnung ungeeignet

Ob man die Wohnung oberhalb des Kindergartens nicht nutzen könnte, wollte einer der 56 anwesenden Stimmberechtigten wissen. «Sie eignet sich nicht», sagte Sigg. «Wir müssten viel Geld investieren, damit sie ein vollwertiger Kindergarten würde.» Und wenn die Schulpflege schon investiere, «dann in etwas Rechtes».

Vermögen sei auch genügend da, antwortete der Schulpräsident auf eine entsprechende Frage. «Und sonst müssten wir schlimmstenfalls mit den Steuerfuss wieder rauf.» Bis der Neubau fertig gestellt ist, wird Zeit vergehen. Deshalb hat sich die Schulpflege auch nach einer Übergangslösung umgesehen. So soll die Bibliothek für eineinhalb Jahre aus dem Primarschulhaus ausquartiert werden.

Als nächstes muss ein bestehender Gestaltungsplan angepasst und vom Kanton gutgeheissen werden. Noch vor den Sommerferien 2020 will die Schulpflege das Projekt vor eine ausserordentliche Gemeindeversammlung bringen. Im Budget ist ein Betrag von 900000 Franken eingestellt. Die Versammlung hat es grossmehrheitlich bewilligt. Auch die Politische sowie die reformierte Kirchgemeinde haben Ja zu ihren Budgets gesagt.

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