Flaachtal

Drei Dörfer werden ihre Primarschulhäuser verlieren

Die Schulpflege Flaachtal hat entschieden, drei der fünf Primarschulstandorte zu schliessen. Ein solcher Entscheid in der seit 2015 fusionierten Schulgemeinde hatte sich abgezeichnet. An den beiden verbliebenen Standorten soll saniert und ausgebaut werden.

Blick aus der Luft ins Flaachtal mit der Gemeinde Flaach im Vordergrund. Foto: Heinz Kramer

Blick aus der Luft ins Flaachtal mit der Gemeinde Flaach im Vordergrund. Foto: Heinz Kramer

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Seit bald fünf Jahren sind alle Schulen im Flaachtal zu einer zusammengeschlossen. Nun will die Schulpflege nur noch die beiden Schulstandorte in Flaach und Buch am Irchel aufrechterhalten, wie die «Andelfinger Zeitung» schreibt. Folglich sollen in den übrigen drei Talgemeinden Volken, Berg am Irchel und Dorf bald keine Schülerinnen und Schüler mehr unterrichtet werden. Mit eingeschlossen sind auch die Kindergärten.

Die Schulbehörde hat zu ihrem kürzlichen Entscheid keine Medienmitteilung verschickt, wie Daniel Heuer, Präsident der fusionierten Schule Flaachtal, auf Anfrage schreibt. Die Mitteilung sei via ein Interview mit der «Andelfinger Zeitung» erfolgt, «unserem offiziellen Publikationsorgan». Er bestätigt, dass die im Artikel gemachten Angaben «faktisch korrekt» seien.

Geld einsparen

Die Sekundarschule des Tals ist bereits in Flaach konzentriert. Für die Konzentration der Primarschule in Flaach und Buch am Irchel sollen beide Standorte für insgesamt rund sechs Millionen Franken saniert und erweitert werden. Die somit nicht mehr benötigten Schulhäuser in Volken, Dorf und Berg am Irchel werden geschlossen respektive gehen zurück in den Besitz der jeweiligen Politischen Gemeinde. Der Standortentscheid fiel deshalb auf Flaach und Buch, weil es dort am meisten Schulkinder gibt. Durch die Zentralisierung auf zwei Standorte kann pro Jahr rund eine Viertelmillion Franken an Gebäudeunterhalt eingespart werden.

Druck vom Kanton

Die Vorgehensweise mit den Gebäuden wurde so im Fusionsvertrag vereinbart, ebenso die auf fünf Jahre begrenzte Besitzstandsgarantie für die Primarschulhäuser in allen fünf Talgemeinden. Die Fusion aller Schulen erfolgte per 1. Januar 2015.

Die Umstrukturierung sei nötig «aufgrund des Drucks vom Kanton», wie Heuer gegenüber der «Andelfinger Zeitung» sagt. Denn in sämtlichen Klassen der Primarschule und des Kindergartens habe es weniger Schüler als gesetzlich vorgeschrieben. Bislang sei das kantonale Volksschulamt aber grosszügig gewesen und habe jeweils Sondergenehmigungen erteilt. Nun sei aber der Zeitpunkt gekommen, etwas zu ändern. Mit der Umsetzung kann sich die Schulpflege aber genügend Zeit lassen.

Dank der Zentralisierung auf nur noch zwei Primarschulstandorte soll in der Unter- und Mittelstufe je eine Klasse weniger geführt werden. Die Schulkinder aus der Gemeinde Dorf werden künftig vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse nach Buch zur Schule gehen, jene von Volken und Berg nach Flaach. Laut Heuer gibt es bereits heute Schülertransporte.

Kein Landkauf nötig

Für den Ausbau der beiden Standorte in Flaach und Buch ist kein Landerwerb nötig, da um die bestehenden Gebäude herum gebaut wird. Über den Kredit entscheidet das Stimmvolk voraussichtlich Ende 2021 an der Urne.

Über den Projektierungskredit soll an der Gemeindeversammlung im Juni 2020 abgestimmt werden. An dieser Versammlung werden auch die Pläne näher vorgestellt. Beginnen sollen die Bauarbeiten 2022, damit auf das Schuljahr 2024/2025 mit dem Schulunterricht in Flaach und Buch begonnen werden kann. An diesen beiden Standorten wird es einen Mittagstisch und eine Nachmittagsbetreuung geben.

Erstellt: 16.10.2019, 12:10 Uhr

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