Berg am Irchel

Für Waldkauz, Orang-Utan und Co.

Die Stiftung Paneco setzt sich in der Region wie auch in Südostasien für den Erhalt bedrohter Arten ein. Spektakuläre Begegnungen mit Tieren gibt es beiderorts, wie ein Rückblick auf das Jahr 2018 zeigt.

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Manchmal braucht es wenig für einen Moment des Glücks. Maria Rohrer erlebte einen solchen am Ufer eines Bachs im Naturschutzgebiet Thurauen. Die Rangerin konnte dort am 17. Juni einen Biber aus der Nähe beobachten. Gleichzeitig schwirrte ein Eisvogel über ihren Kopf. Noch ganz beeindruckt von dieser Begegnung ging sie weiter, bis sie auch noch einen seltenen Baummarder entdeckte. Maria Rohrer beschreibt diesen «speziellen Arbeitstag» im kürzlich publizierten Jahresbericht 2018 der Stiftung Paneco.

Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Berg am Irchel blickt darin auf ein erfreuliches Jahr zurück, in dem sich vor allem personell vieles verändert hat. Das von der Stiftung geführte Naturzentrum Thurauen hat mit Simon Fuchs einen neuen Leiter erhalten. Der Geograf war zuvor stellvertretender Leiter und konnte auch im Vergleich mit zahlreichen externen Bewerbungen überzeugen.

Die Geschäftsführung der Stiftung übernehmen neu Irena Wettstein und Marcel Etterlin. Doch nicht nur deshalb ist bei Paneco Aufbruchstimmung zu spüren: «Die aktuelle Debatte über Klima und Biodiviersität gibt uns viel Schwung», sagt Wettstein. Die neue Co-Leiterin war bisher Leiterin Kommunikation und arbeitet schon seit über fünf Jahren für Paneco. Sie freut sich über den seit den Wahlen ökologischer ausgerichteten Kantonsrat und sagt: «Es kommt etwas ins Rollen.»

Zwillinge entdeckt

Die Stiftung führt nicht «nur» das Naturzentrum, sondern betreibt auch die Greifvogelstation in Berg am Irchel. Der grösste Bereich ist jedoch das Orang-Utan-Schutzprogramm in Indonesien. Rund 53 Prozent der Mittel fliessen laut Bericht in diesen Bereich. In einer Pflegestation werden verletzte Tiere gepflegt, um sie dann auszuwildern. 2018 habe man diesen Prozess mit einem zusätzlichen Schritt verbessert, sagt Irena Wettstein. Die Tiere würden zunächst in einem geschützteren Waldabschnitt freigelassen, wo man sie noch intensiver überwachen könne. Ein besonderer Moment war im Juli, als Paneco-Mitarbeiter junge Tapanuli-Orang-Utan-Zwillinge beobachten konnte.

Paneco erzielte 2018 Einnahmen von 3,8 Millionen Franken. Gut die Hälfte kommt von Förderstiftungen, darunter sind Beiträge von Naturschutzvereinen oder Firmen. Hinzu kommen Spenden von 8358 Mitgliedern oder Gönnern sowie Kantonsbeiträge. Ein wachsender Bereich sind Patenschaften, etwa für Greifvögel. «Für uns sind diese besonders wichtig, weil wir zwischen Paten, uns und den Tieren eine engere Bindung aufbauen können», sagt Wettstein.

Steinadler gepflegt

2018 konnte die Greifvogelstation 51 Turmfalken gesund pflegen und wieder in die Freiheit entlassen. Im Frühling wurde ein Steinadler mit gebrochenem Flügel eingeliefert. Trotz Physiotherapie verheilte die Wunde allerdings nicht richtig und das Tier musste eingeschläfert werden.

Mehr Glück im Unglück hatten zwei Waldkäuze. Sie waren in Kamine gefallen und tauchten russverschmutzt im Wohnzimmer auf. In einem Fall glaubten die Hausbesitzer erst, sie hätten einen Geist im Haus. Der nachtaktive Kauz machte seltsame Geräusche. Erst ein als «Geisterjäger» beauftragter Verwandter konnte das Rätsel lösen und den Vogel in die Greifvogelstation bringen, wo er sich erholte. (Landbote)

Erstellt: 13.05.2019, 18:21 Uhr

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