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Heiss wurde es erst danach

Nach der Gemeindeversammlung informierten die Behörden in Kleinandelfingen über das Fusionsprojekt. Fragen löste das Vorhaben noch kaum aus.

Die Versammlung in Kleinandelfingen fand auf einem Hof statt.
Die Versammlung in Kleinandelfingen fand auf einem Hof statt.
roh

An der Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Kleinandelfingen redeten vor allem Gemeinderäte. Kritische Wortmeldungen aus dem Publikum blieben aus. So überraschte es nicht, dass die 59 anwesenden Stimmberechtigten die drei traktandierten Geschäfte ohne Gegenstimme bewilligten: Die Jahresrechnung 2016 ist genehmigt, das Bestattungswesen kann neu organisiert werden und das Verwaltungsvermögen wird neu bewertet.

Mehr Gesprächsstoff ergab sich nach dem offiziellen Teil, als Gemeindepräsident Peter Stoll den aktuellen Stand des Fusionsprojekts der Gemeinden Adlikon, Andelfingen, Henggart, Humlikon, Kleinandelfingen und Thalheim an der Thur präsentierte. Es gäbe drei mögliche Varianten, sagte er. Erstens die Bildung einer Einheitsgemeinde inklusive Primarschule, dazu eine eigenständige Sek. Zweitens eine Politische Gemeinde plus eine vereinigte Schulgemeinde. Und drittens wäre eine Fusion zur Einheitsgemeinde inklusive aller Schulgemeinden möglich.

Nach mehreren Gesprächen wird klar: Fusions-Befürworter müssen in Kleinandelfingen noch viel Überzeugungsarbeit leisten

Während der Versammlung gab es auch hierzu keine generellen Wortmeldungen, sondern nur zwei Fragen zum Ablauf. Beim anschliessenden Wurstessen wurde aber deutlich, dass es doch ein heisses Eisen ist, das Fusionsprojekt. Einer Frau ist das Vorhaben mit so vielen beteiligten Gemeinden zu gross, ein Mann sieht keinerlei Vorteile für Kleinandelfingen und weist darauf hin, dass grössere Gebilde generell schwieriger zu führen seien. Es gibt vereinzelt durchaus auch positive Stimmen, dennoch wird nach mehreren Gesprächen klar: Befürworter müssen in Kleinandelfingen noch viel Überzeugungsarbeit leisten und klare Vorteile aufzeigen. Sonst hat das Projekt wenig Chancen.

Badi Oerlingen braucht Geld

Weiter hatte der Gemeinderat nach der Versammlung, die dieses Jahr in einem Hof in Oerlingen stattfand, über bevorstehende Bauvorhaben informiert. Ein Architekt habe den Zustand sämtlicher Liegenschaften überprüft und sei dabei zum Schluss gekommen, dass in den nächsten fünf Jahren mit Investitionen von rund 1,2 Millionen Franken zu rechnen sei. Etwa 600 000 Franken seien für die Sanierung des Freibads Oerlingen nötig, rund 400 000 Franken für die Erneuerung der Liegenschaft Zentrum Oerlingen.

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