Andelfingen

Helfer sammeln am Thurufer 1,5 Tonnen Abfall

Während die einen für den Klimaschutz demonstrierten, sammelten andere Müll. Am Samstag befreiten die Andelfinger Fischer die Thur von Unrat. Unterstützung erhielten sie von Freunden und Bekannten sowie zahlreichen Kindern.

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Beim Betriebsgebäude AWEL in Andelfingen gleich an der Thur, warten rund 100 Kinder und Erwachsene darauf, dass sie mit der Thurputzete beginnen können. Kaspar Reutimann, Präsident des Fischervereins Andelfingen, bedankt sich kurz bei den Anwesenden für ihren Einsatz und erklärt die Gruppeneinteilung. «Dieses Jahr bilden wir zusätzlich zwei Gruppen für die Kinder. Ihr Abschnitt ist nicht so lang, damit genügend Energie für das Einsammeln von Abfall bleibt.»

Puppen und Biberspuren

Die Kinder nehmen einen Kehrichtsack in die Hand und spurten los. Normalerweise dürfen sie nicht so nahe ans Ufer der Thur oder sogar die Böschung hinunter- und hinaufklettern, aber heute ist das erlaubt. «Mit dieser Aktion können wir die Kinder auf spielerische Art und Weise für das Abfallproblem sensibilisieren», sagt Andreas Rüsch, Kassier im Verein. Einige Mädchen finden eine total verdreckte und nasse Stoffpuppe. «Die stecken wir nicht in den Abfallsack», sind sie sich einig.

Zwei Jungs tragen Holz herbei, das Biberspuren aufweist. Das ist kein Abfall und könnte liegen bleiben, aber die beiden Knirpse tragen es den ganzen Weg mit sich. «Sonst nimmt es jemand mit», sind sie überzeugt. Einige der Eltern befürchten schon, dass sie dann die ganzen «Schätze» zu Hause wieder finden.

Grosse Solidarität

Was vor 15 Jahren als reiner Vereinsanlass begann, hat sich mittlerweile als Bestandteil des Dorflebens etabliert. «Neben den Vereinsmitgliedern engagieren sich Freunde und Bekannte für die Sauberkeit an der Thur», erklärt Andreas Rüsch. Auch Leute aus dem Dorf, die gar nichts mit dem Fischerverein zu tun haben, kraxeln dem Ufer entlang und stecken immer wieder Unrat in ihre Abfallsäcke.

Sich für die Umwelt zu engagieren ist gross in Mode. Unter dem Namen #trashtag-Challenge verbreiten derzeit Internetnutzer aus der ganzen Welt auf Instagram und Facebook Bilder von Stränden oder öffentlichen Plätzen vor und nach deren Säuberung. «Dass das Thema Abfall im Moment in aller Munde ist, schadet sicher nicht. Und zu wenig Müll wird es vermutlich nie geben», ist Andreas Aebi überzeugt. Er amtet als Obmann der Jungfischer im Verein.

Mehr als eine Tonne Müll

Das Ergebnis der Sammelaktion ist jedes Jahr beachtlich. Durchschnittlich 1,5 Tonnen Unrat verteilt auf 15 Kilometer sammeln die Fischer und ihre Helfenden an so einem Tag zusammen. Für die Verantwortlichen des Fischervereins ist es wichtig, dass sie die Gewässer, die sie nutzen sauber halten.

Nach getaner Arbeit erhalten die kleinen und grossen Helfenden ein Mittagessen als Dankeschön. Und in einem grossen Container in dem der ganze Abfall gesammelt wird, können sie ihre «Ausbeute» bestaunen.

(Der Landbote)

Erstellt: 07.04.2019, 16:04 Uhr

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