Rheinau

Illegal Kormorane abgeschossen

Ein Fischer hat ohne Jagdausweis und ohne Bewilligung mehrere der geschützten Vögel getötet. Nun wurde er dafür verurteilt.

Der Fisch fressende Kormoran ist für Fischer ein Ärgernis, er steht aber unter Schutz.

Der Fisch fressende Kormoran ist für Fischer ein Ärgernis, er steht aber unter Schutz. Bild: Keystone

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Kormorane sind bei Fischern nicht sonderlich beliebt. Die Wasservögel essen unter anderem jene Fische, die auch dem Menschen munden. Bei einem älteren Fischer aus Rheinau scheint diese Ablehnung besonders stark ausgeprägt zu sein. Er tötete zwischen 2015 und 2017 mindestens drei Kormorane. Eine vierter Abschuss ist wahrscheinlich, konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden. Laut einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, der kürzlich rechtskräftig wurde, sah der Mann die Kormorane «als Gefahr für den Fischbestand im Rhein und für die eigene Fischerei». Immer wieder hat er deshalb über Jahre hinweg auf die Vögel geschossen, von seiner Wohnung aus am Ufer des Rheins und mit einem Jagdgewehr.

Geldstrafe und Busse

Dafür erhielt der Mann nun eine hohe Geldstrafe von 9000 Franken, allerdings unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. Sofort bezahlen muss er zudem eine Busse in Höhe von 3000 Franken sowie 900 Franken für die Verfahrenskosten. Sein Jagdgewehr wurde eingezogen.

Kormorane sind geschützt, sie dürfen deshalb nur unter streng geregelten Bedingungen gejagt werden. Schiessen dürfen zudem nur offizielle Jäger des Kantons. Der Fischer hatte deshalb nicht nur gegen das Vogelschutz-, sondern auch gegen das Jagdgesetz verstossen. Als Straftatbestand wird auch mehrfache Tierquälerei aufgelistet. Dies, weil das Jagdgewehr des Mannes für die Kormoranjagd gar nicht zugelassen wäre: Die Schüsse haben eine zu geringe Energie und können deshalb eine vom Kanton vorgeschriebene «sofortige, leidlose Tötung» nicht gewährleisten. (Landbote)

Erstellt: 25.09.2017, 17:19 Uhr

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