Marthalen

«Ja, wir haben es geschafft!»

Das während Jahren krisengeschüttelte Pflegeheim sieht sich über dem Berg.

Ums Marthaler Pflegeheim ist es ruhiger geworden.

Ums Marthaler Pflegeheim ist es ruhiger geworden. Bild: Madeleine Schoder

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Viel Lob ist diese Woche an der Delegiertenversammlung des Zentrums für Pflege und Betreuung Weinland (ZPBW) in Marthalen verteilt worden. Das Heim, das ab 2015 von einer personellen und finanziellen Krise zur nächsten geschlittert war, wird von den sechs Weinländer Gemeinden Benken, Marthalen, Ossingen, Rheinau, Trüllikon und Truttikon getragen.

Der Ossinger Gemeinderat und Delegierte Daniel Stahl sprach von einem «hervorragenden Ergebnis», das nicht durch ein «Sparen um jeden Preis» erzielt worden sei. Bemerkenswertes sei 2018 geleistet worden, «das macht Freude». Daraufhin gratulierte und dankte er, vor allem den Mitarbeitenden des Heims. «Ich bin überzeugt, dass die Entwicklung so weitergeht.» Die anderen Delegierten schlossen sich Stahls Worten an, dankten und gratulierten ihrerseits. Im Geschäftsbericht schreibt Olaf Pfeifer, der neue Präsident der Heimkommission: «Ja, wir haben es geschafft!» Pfeifer wurde letzten Herbst gewählt, nachdem die Hälfte der Delegierten seinem Vorgänger Andi Kleeli gedroht hatte, das Vertrauen zu entziehen und dieser zurücktrat.

Die Delegierten genehmigten alle Geschäfte an der Versammlung einstimmig, so auch die Jahresrechnung 2018. Die Heimkommission schreibt in ihrem Kommentar zum Rechnungsabschluss von einem «Jahr der Trendwende» und von «neuer Stabilität». Ruhe sei eingekehrt im Heimalltag. All dies habe zum «unerwartet positiven Jahresergebnis» beigetragen. Bei einem Aufwand von rund 7,7 Millionen Franken wurde ein Plus von etwa 215000 Franken erzielt. Allein der Personalaufwand fiel über eine halbe Million Franken geringer aus als budgetiert. In den Vorjahren war dieser Aufwand sehr hoch, weil wegen der zahlreichen Kündigungen im Heim viel temporäres Personal eingestellt werden musste.

«Mit Hochdruck»

Nichtsdestotrotz gibt es Baustellen im Marthaler Heim, wie etwa die Revision der Statuten, die Erarbeitung der neuen Strategie und die Integration der Spitex. Man arbeite daran, «mit Hochdruck», sagte Pfeifer, so etwa in Kader-Workshops. Im Herbst hatte die Mehrheit der Delegierten eine externe Strategieberatung abgelehnt. Die Heimkommission unter Kleeli und die Rechnungsprüfungskommission hatten eine solche Beratung von aussen damals empfohlen. (Landbote)

Erstellt: 12.04.2019, 13:50 Uhr

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