Weinland

Kewy will Gebühren senken und Dörfer unterstützen

Abfallsäcke im Weinland sollen bald um 20 Rappen günstiger werden. Zudem will die Kehrichtorganisation einzelne Gemeinden im Kampf gegen Littering unterstützen. Sie reagiert damit auf politischen Druck.

Die Abfallsäcke der Kehrichtorganisation Wyland (Kewy) sollen künftig 20 Rappen günstiger werden.

Die Abfallsäcke der Kehrichtorganisation Wyland (Kewy) sollen künftig 20 Rappen günstiger werden. Bild: Patrick Gutenberg

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Es ist ein Luxusproblem: Die Kehrichtorganisation Wyland (Kewy) hat zu viel Geld. Seit geraumer Zeit erhebt sie mehr Gebühren, als sie für ihre Aufgaben benötigt. Einen ersten Lösungsvorschlag haben die Stimmbürger im Juni klar verworfen: Die 22 Zweckverbandsgemeinden lehnten eine Anti-Littering-Kampagne klar ab.

Nun präsentiert der Kewy-Vorstand neue Lösungen: Einerseits sollen die Abfallgebühren ab nächstem Jahr deutlich sinken. Andererseits könnten Anti-Littering-Bemühungen in den einzelnen Zweckverbandsgemeinden mit Beiträgen unterstützt werden, wie Kewy-Präsident Kurt Stamm auf Anfrage sagt. Über die Höhe dieser Beiträge werde an der nächsten Delegiertenversammlung am 22. Oktober informiert. Bereits bekannt ist hingegen die Höhe der geplanten Gebührensenkung, über welche die Delegierten an derselben Versammlung abstimmen werden.

Im Bericht zum Voranschlag heisst es, dass ein 35-Liter-Gebührensack künftig 20 Rappen günstiger werden soll. Dies, obschon ein Abfallsack in der Kewy-Region mit 1.50 pro 35-Liter-Sack bereits heute vergleichsweise günstig ist. Zum Vergleich: In Winterthur kostet ein Sack 1.80 Franken und in Feuerthalen eine Gebührenmarke 2.60 Franken.

Zufriedene Jungfreisinnige

Der Kewy-Vorstand geht davon aus, dass die Gebührensenkung zu Mindereinnahmen von bis zu 140 000 Franken führen wird. Kommt hinzu, dass die Kewy auch noch die Leerungspauschale für Container um 50 Rappen senken will, was zu weiteren Mindereinnahmen von rund 12 000 Franken führen soll. Dank dieser Massnahmen will die Kewy ihren Haushalt künftig ausgeglichener gestalten und damit nicht mehr wie bis anhin gegen das Kosten­deckungsprinzip verstossen. Der Verband reagiert zudem auch auf steigenden politischen Druck. Bereits am Tag nach der Abstimmung über die Anti-Littering-Kampagne hatten Politiker im «Landboten» eine Senkung der Gebühren gefordert, allen voran Patrick Eugster, Präsident der Weinländer Jungfreisinnigen. Er ist denn auch erfreut, dass der Kewy-Vorstand jetzt handelt. «Die Jungfreisinnigen unterstützen die Preissenkung», sagt er. Besonders erfreulich sei, dass die Senkung sogar höher sei, als sie im Abstimmungskampf gefordert hätten.

Kehrtwende der Kewy

Im Vorfeld der Anti-Littering-Kampagne hatte die Kewy noch vor einer Senkung der Abfallgebühren gewarnt: «Werden die Gebühren zu tief angesetzt, besteht die Gefahr, dass vieles im Kehricht landet, das wiederverwertet werden kann», hiess es in der Abstimmungsvorlage. Weshalb nun die Kehrtwende? «Es gab keine andere Variante mehr», sagt Kewy-Präsident Kurt Stamm. «Wir reagieren mit der Preissenkung auf die Abstimmungsniederlage bei der Anti-Littering-Kampa­gne.» Ausserdem habe sich die Umstellung von der Gebührenmarke zum Gebührensack finanziell überraschend positiv ausgewirkt. Mit der geplanten Senkung werde jedoch eine Grenze erreicht. «Weiter runter ist kaum noch möglich.» Wohl auch deshalb bringt Stamm einen wei­teren Vorschlag ins Spiel: die Unterstützung einzelner Anti-Littering-Kampagnen in Verbandsgemeinden. Als Beispiel erwähnt er den Clean-up-Day, der in Flaach stattgefunden hat. (Landbote)

Erstellt: 25.09.2015, 21:29 Uhr

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