Eglisau/Berg am Irchel

Kleinspender helfen mit Kaffee dem Orang-Utan in Indonesien

Der Vivi-Café-Inhaber in Eglisau will den Lebensraum des Orang-Utans in Sumatra erhalten. Er ist Mitinitiator eines Projekts, das Kaffeebauern in einer ökologischen Bewirtschaftung unterstützt. Für das Vorhaben läuft ein Crowdfunding.

Mit dem Kaffeeprojekt soll der Lebensraum der letzten in der Wildnis lebenden Orang-Utans erhalten werden.

Mit dem Kaffeeprojekt soll der Lebensraum der letzten in der Wildnis lebenden Orang-Utans erhalten werden. Bild: zvg

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Christian Forrer, Inhaber des ­Vivi-Cafés in Eglisau, liegen Orang-Utans am Herzen. Zusammen mit der Biologin Regina Frey von der Stiftung Paneco in Berg am Irchel hat er das Crowdfundingprojekt «Orang Utan Coffee» initiiert. Dieses will Kaffeebau­ern unterstützen, die ihre Plan­tagen ökologisch bewirtschaften. «Die Kaffeebauern in der Umgebung der Regenwälder werden über den Preis dazu animiert, ­ihre Plantagen nicht zu vergrössern», führt Forrer aus. Damit wird sichergestellt, dass der Regenwald, in dem die bedrohten Affen leben, nicht für den Kaffeeanbau abgeholzt wird.In Sumatra, einem Teil des Inselstaats, ist er wegen der Palm­ölwirtschaft auf zehn Prozent seiner ursprünglichen Grösse geschrumpft, wie Regina Frey ausführt. Dort leben die letzten wilden Orang-Utans der Erde.

Am Anfang stand laut Forrer die Idee, wie man den Regenwald in Indonesien retten kann. «Die Idee haben wir mit dem Produkt Kaffee, das viele Menschen konsumieren, verbunden», sagt Forrer. Den Kaffee aus dieser Region, «Orang Utan Coffee» genannt, röstet und verkauft er seit über vier Jahren auch in Eglisau.

Auf gutem Weg Richtung 50 000 Franken

Damit der ökologische Kaffee­anbau in dieser Region weiterhin gewährleistet werden kann, müssen die Kleinbauern unterstützt werden: 50 000 Franken sollen zusammenkommen, damit ihnen eine Verarbeitungsanlage sowie eine Schäl- und Sortiermaschine zur Verfügung gestellt werden können – und dies mittels Finanzierung durch Crowdfunding, also einer Vielzahl von Spenden aus der Bevölkerung.

Auf der Plattform «100 Days» haben sich seit der Lancierung des Projekts zahlreiche Spender gefunden: Gestern Abend lag die Zahl bei 218. Diese spendeten Beträge von 20 bis 4000 Franken. Insgesamt sind bisher 43 246 Franken zusammengekommen. Zunächst sollte die Aktion Ende dieses Jahres beendet werden. Um das Ziel von 50 000 Franken zu erreichen, wurde sie aber um zwei Wochen verlängert und endet nun Mitte Januar.

Christian Forrer ist zuversichtlich, dass der Betrag zusammenkommt. Falls das Ziel doch nicht erreicht werden sollte, erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück.
Das Projekt ist auf der Crowdfunding­plattform www.100-days.net unter «Orang Utan Coffee Projekt» zu finden. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 27.12.2016, 20:12 Uhr

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