Marthalen

Landi Weinland kündigt Pachtvertrag für Gasthof Rössli

Die Wirtin des Rössli geht in Pension. Wie es mit dem Gasthof weitergeht, ist noch unklar.

Die Landi zieht sich zurück. Was passiert mit dem Gasthof Rössli?

Die Landi zieht sich zurück. Was passiert mit dem Gasthof Rössli?

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Der prächtige Gasthof Rössli in Marthalen sucht einen neuen Pächter. Die bisherige Pächterin, die Landi Weinland Genossenschaft, hat den Vertrag mit der Gemeinde per August 2020 gekündigt, wie sie gestern bekanntgab.

Die derzeitige Wirtin Katharina Rüegg wird im nächsten Sommer in den Ruhestand treten. «Der Betrieb eines Restaurants gehört nicht zu den Kernkompetenzen der Landi», begründet Geschäftsführer Christian Stutz die Vertragskündigung. Es gebe nur ganz wenige Landi-Genossenschaften in der ganzen Schweiz, die ein Restaurant betreiben würden.

«Der Betrieb eines Restaurants gehört nicht zu den Kernkompetenzen der Landi»

Die Gemeinde bedauere die Kündigung seitens der Landi Weinland, heisst es in der Medienmitteilung. In den 14 Jahren des Pachtverhältnisses sei das Rössli erfolgreich betrieben worden. Es sei als Gaststätte gut positioniert und geniesse eine treue Kundschaft.

Absatzmarkt für Wein

Dass es überhaupt zu einem Pachtvertrag zwischen Landi Weinland und Gemeinde kam, hatte laut Lutz mit den sinkenden Umsätzen vor allem bei den Weinen in den Restaurants zu tun.

Die Genossenschaft habe dann vor 14 Jahren das Rössli gepachtet, um einen Absatzkanal für Wein und andere Getränke zu schaffen. «Nach einer kurzen Diskussion in der Geschäftsleitung war jedoch klar, dass wir den Pachtvertrag nicht über die Pensionierung von Katharina Rüegg hinaus halten wollen.»

Man habe die Gemeinde nun frühzeitig informiert, damit sie nach einer neuen Lösung schauen könne. Bis zu den Sommerferien 2020 wird das Rössli wie bisher geöffnet sein.

Die Gemeinde Marthalen sucht nach einer neuen Pächterin für den Landgasthof. Dieser hat eine Gaststube mit 54 Plätzen sowie einen Saal mit 30 Plätzen. Dazu gehören eine Gartenwirtschaft, drei Hotelzimmer, eine Kegelbahn, 20 Parkplätze sowie eine 4-Zimmer-Wohnung für die Wirte und eine separate 1-Zimmer-Wohnung.

Das prächtige Riegelhaus blickt auf eine rund 300 Jahre alte Geschichte zurück. 1980 wurde das Haupthaus zuletzt renoviert. Dazugehörige Ökonomieteile wurden damals abgerissen und im gleichen Stil neu aufgebaut.

Erstellt: 02.08.2019, 12:10 Uhr

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