Marthalen

«Mehr als einfach nur Winterthurer Hinterland»

Pro Weinland hat zu seinem zehnjährigen Jubiläum Martin Erb zum neuen Präsidenten gewählt. Der Volkemer will das Weinland «über den Irchel hinaus» bekannt machen.

Beiden liegt das Weinland am Herzen: Martin Erb (links), der neue Präsident von Pro Weinland, und sein Vorgänger Kurt Schüpbach.

Beiden liegt das Weinland am Herzen: Martin Erb (links), der neue Präsident von Pro Weinland, und sein Vorgänger Kurt Schüpbach. Bild: Johanna Bossart

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es war ein Abend der Lobreden, der Würdigungen, des Händeschüttelns. Der Verein Pro Weinland feierte am Dienstagabend im Rahmen seiner Mitgliederversammlung in Marthalen sein zehnjähriges Jubiläum. Gleichzeitig verabschiedete er mit Mathias Hofmann ein Vorstandsmitglied seit Gründungszeit, würdigte den abtretenden Präsidenten Kurt Schüpbach und hiess den neu gewählten Präsidenten Martin Erb willkommen.

Die ordentlichen Geschäfte der Jahresversammlung, etwa der Jahresbericht, die Verabschiedung der Rechnung und die Schwerpunkte für 2018 gingen darüber etwas unter. Alle Traktanden inklusive der Wahlen wurden von den 51 Teilnehmenden ohne Diskussion und einstimmig angenommen.

«Wir sind gleichwertige Partner.»Kurt Schüpbach übre die Zusammenarbeit mit dem House of Winterthur

Im Vordergrund stand das Feiern und das Erinnern an die Meilensteine des Vereins. Die inzwischen acht Weinwanderwege gehören dazu, die Mozartfahrt im Jahr 2016 und die überregional beachtete Kunstausstellung NaThurArt mit über 10 000 Besuchern im letzten Sommer.

Auch die Partnerschaft mit dem House of Winterthur, der Winterthurer Tourismusorganisation, hebt der scheidende Präsident Kurt Schüpbach stolz hervor: «Wir haben es geschafft, dass das Weinland nicht mehr einfach nur Hinterland von Winterthur ist. Wir sind Partner.» Dass er dazu als Präsident habe beitragen dürfen, freue ihn besonders.

Tourismus und Energiekino

Der neu antretende Präsident Martin Erb derweil hat weitergehende Visionen. Über den Irchel und Winterthur hinaus, will er das Weinland bekannt machen, so schwebt es ihm vor. Er möchte aber zuerst einmal «lose und luege», wie er sagte, bevor er mit eigenen Ideen «loslaufe».

Erb ist Mitglied von Pro Weinland seit der Gründung des Vereins, als er noch Gemeindepräsident von Volken war. «Damals war Volken bei Pro Weinland selbstverständlich dabei», sagt er mit einem Lachen darauf angesprochen, dass ausgerechnet «seine» Gemeinde die einzige ist, die bei Pro Weinland nicht mitmacht.

Für 2018 plant der Verein unter anderem die Zusammenarbeit mit dem House of Winterthur zu festigen. Es gebe gerade beim naturnahen, sanften Tourismus noch Potential. Und als kultureller Höhepunkt wird das Cinéma Solaire, ein solarbetriebenes Wanderkino, im Sommer eine Tour durch die drei Energiestädte Ossingen, Marthalen und Dachsen machen.

Turnheer gibt Marketing-Tipp

Gefeiert wurde das Jubiläum nach der ordentlichen Versammlung mit einem Apéro und einem besonderen Gast: Sportmoderator Beni Turnheer hielt eine kurzweilige Rede über sein Leben am Rande des Weinlands. Als Seuzemer mache man ja quasi auf ganzer Linie Zweiter, sagte er etwa.

«Glauben Sie mir: das hat sonst niemand»

In Winterthur gehöre man nicht dazu, beim Weinland dürfe man aber auch nicht mitmachen. Er musste aber auch zugeben, dass er das Weinland gar nicht so gut kenne. Mit einer Ausnahme: Als passionierter Fussballspieler bei den Seuzacher Veteranen, kenne er alle Weinländer Fussballplätze. Und diese zumindest seien — O-Ton Turnheer wie im Fernsehen — «sensationell.»

Und noch etwas gab er den Marthalern mit in den Abend: Die Gedenktafel von Radlegende Ferdi Kübler sei fast schon absurd versteckt. «Bescheidenheit ist ja gut und so, aber das sieht ja kein Mensch». Marthalen solle diese einmalige Marketing-Chance doch besser nutzen.

Er denke etwa an einen Ferdi-Kübler-Radweg. «Glauben Sie mir: das hat sonst niemand». Möglich, dass Turnheer damit einen weiteren Schwerpunkt ins Pro-Weinland-Programm der nächsten zehn Jahre setzte.

(Der Landbote)

Erstellt: 09.05.2018, 16:23 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!