Buch am Irchel

Nachbarn sollen sich nicht mehr in der «Räucherkammer» fühlen

Die Heizzentrale der Fernwärmeanlage wird saniert. Die Anwohner hoffen damit auch auf weniger Rauch in ihren Häusern.

Die Abendstimmung konnten die Stimmberechtigten von Buch am Irchel dank der kurzen Gemeindeversammlung noch geniessen.

Die Abendstimmung konnten die Stimmberechtigten von Buch am Irchel dank der kurzen Gemeindeversammlung noch geniessen. Bild: rut

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Es wurde nicht diskutiert an der Gemeindeversammlung von Buch am Irchel. Die 32 anwesenden Stimmberechtigten lauschten den Ausführungen der Gemeindebehörden und sagten zu allem einstimmig Ja.

Einstimmig genehmigten sie auch einen Kredit über 864 000 Franken, mit dem die Heizzentrale der Fernwärmeheizung umfassend saniert werden soll.

 «Wenn wir schon so viel Geld in die Hand nehmen, wäre es toll, wenn wir Nachbarn in Zukunft nachts das Fenstern offen lassen könnten.»

Ein Stimmbürger stellte zwar keine Frage, äusserte aber einen Wunsch: «Wenn wir schon so viel Geld in die Hand nehmen, wäre es toll, wenn wir Nachbarn in Zukunft nachts das Fenstern offen lassen könnten, ohne uns wie in einer Räucherkammer zu fühlen.»

Der zuständige Gemeinderat Geri Weilenmann machte den Anwohnern der Fernwärmeheizung Hoffnung: «Es sollte künftig keine direkten Emmissionen mehr vom Kamin geben.» Dieser werde zudem auf der Rückseite des Gebäudes angebracht und nicht wie auf einigen Bildern dargestellt, die derzeit im Umlauf seien, vorne an der Fassade.

Bezüger zahlen Beitrag

Die Investition ist nötig, weil viele Teile der Holzheizanlage am Ende ihrer Lebensdauer angekommen sind. Zudem gibt es strengere Gesetze bezüglich Luftreinheit. Ausserdem braucht die Gemeinde mehr Heizleistung, um die neue Irchelhalle zu wärmen.

Mit der neuen Anlage wäre dann auch der Anschluss weiterer Bezüger möglich. Für die Finanzierung hat der Gemeinderat sich in Absprache mit den Wärmebezügern entschieden, dass diese einen einmaligen Investitionsbeitrag in der Gesamthöhe von 151 000 Franken bezahlen. Die Investition in die Heizanlage läuft über eine Spezialfinanzierung und nicht über den allgemeinen Gemeindehaushalt.

Schnell erklärt war die Jahresrechnung 2018. «Seit ich Gemeinderätin bin, muss ich Ihnen erstmals ein Defizit präsentieren», sagte Finanzvorsteherin Brigitte Felix. Dennoch schliesse das Zahlenwerk erfreulich ab.

Denn das Minus präsentiert sich um 300 000 Franken tiefer als budgetiert. Es beträgt rund 26 000 Franken bei einem Aufwand von rund 4,49 Millionen und einem Ertrag von rund 4,467 Millionen Franken.

Weiter wurde ein Kredit von 512 000 Franken genehmigt, um damit die zweite Sanierungsetappe der Kählwiesstrasse zu realisieren.

Erstellt: 13.06.2019, 15:56 Uhr

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