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«Natiönligeist» als blinder Fleck bei Endlagersuche

Nicht die Sicherheit, sondern die Landesgrenze dominiert bei der Suche nach einem möglichen Endlagerstandort. Dies ist gefährlich und engstirnig, findet unser Regionalredaktor.

Die Nagra bohrt und sucht emsig nach dem idealen Atommüllager – über die Landesgrenze hinaus geht sie allerdings nicht.
Die Nagra bohrt und sucht emsig nach dem idealen Atommüllager – über die Landesgrenze hinaus geht sie allerdings nicht.
Keystone

Bei der Suche nach dem am besten geeigneten Standort für ein Endlager gibt es ein grosses Tabu. Und ausgerechnet diese stillschweigende Übereinkunft beherrscht die Suche nach einem Ort, wo der Atommüll für Zehntausende von Jahren sicher vor Mensch und Umwelt gelagert werden soll. Wer aber an diesem Tabu rüttelt, dem wird mit moralisierendem Unterton folgender Satz aus dem Kernenergiegesetz um die Ohren gehauen: «Die in der Schweiz anfallenden radioaktiven Abfälle müssen grundsätzlich im Inland entsorgt werden.»

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