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Neue Endlagerdebatte wegen Winterthurer Trinkwasser

Die Stadt Winterthur besitzt im Weinland ein Nutzungsrecht für Trinkwasser. Die riesige Reserve liegt aber direkt neben dem möglichen Tor zum Endlager für Atomabfälle.

Im Notfall darf die Stadt Winterthur Rheingrundwasser benützen.
Im Notfall darf die Stadt Winterthur Rheingrundwasser benützen.
Symbolbild, Keystone

Gut 40 Personen haben am Montagabend in Benken ein Thema diskutiert, das auch die ganze Stadt Winterthur interessieren sollte: Trinkwasser. Würde das Endlager für hochradioaktive Abfälle im Weinland gebaut, läge das oberirdische Tor zum unterirdischen Lager knapp ein Kilometer vom mächtigen Grundwasserstrom des Rheins entfernt. Um das Rheingrundwasser im Notfall oder in ferner Zukunft nutzen zu können, besitzt die Stadt Winterthur dort eine Konzession, die Stadtwerk 2010 für weitere 20 Jahre verlängert hat. Im Tor zum Endlager, einer atomaren Hochsicherheitsanlage, werden die auf der Bahnlinie Winterthur–Schaffhausen angelieferten Castorbehälter geöffnet und der gefährliche Inhalt in die kleineren Endlagerbehälter gepackt und nach Untertag gebracht.

«Von eminenter Bedeutung» sei der Grundwasserstrom des Rheins, sagte ein Vertreter des Kantons am Informationsanlass vom Montag in Benken.

Neues Grundwasser entdeckt

Schon im April gab die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) bekannt, dass sie unter dem Standort für das Endlager-Tor ein neues Grundwasservorkommen entdeckt habe. Nagra und Kanton finden dies aber unproblematisch – nicht so eine Fachgruppe der Weinländer Endlager-Regionalkonferenz. Deren Präsidentin kündigte am Montag an, dass ihre Gruppe den Standort der Atomanlage nochmals diskutieren wolle.

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