Andelfingen

Prozess gegen Hundehalter unterbrochen

Ein Landwirt aus dem Bezirk Andelfingen soll einen Hund und seine Halterin getreten haben. Er muss sich vor Gericht verantworten. Ein Urteil steht noch aus.

Die Verhandlung am Bezirksgericht Andelfingen zog sich in die Länge.

Die Verhandlung am Bezirksgericht Andelfingen zog sich in die Länge. Bild: Heinz Diener

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«Hier geht es nicht um Leben und Tod», sagte der Richter. «Es ist ein Bagatellfall.» Und trotzdem musste sich das Bezirksgericht Andelfingen gestern einen Tag lang damit beschäftigen. Passiert war es vor fast drei Jahren, am 4. Dezember 2016. Ein Landwirt aus dem Bezirk Andelfingen ging mit dem Hund seiner Tochter, einem Jack Russel, spazieren. Als ein Husky einer Spaziergängerin seinen Hund am Nacken packte, soll der Landwirt den Husky getreten und angeschrien haben, bis das Tier ins Gebüsch fiel. Danach soll er auch die Frau getreten haben, sodass sie das Gleichgewicht verlor und ins gleiche Gebüsch stürzte. Selbst als sie schon auf dem Boden lag, soll er sie weiterhin mit dem Fuss traktiert haben.

«Hier geht es nicht um Leben und Tod. Es ist ein Bagatellfall.»Richter

So steht es im Strafbefehl des Statthalteramts des Bezirks Andelfingen. Vor Gericht stand der Landwirt gestern, weil er Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben hatte. Ihm werden Tätlichkeiten sowie Widerhandlung gegen die Tierschutzgesetzgebung vorgeworfen. Die Privatklägerin und Besitzerin des Huskys sowie ihr Anwalt erschienen nicht vor dem Richter. Die Frau lebt mittlerweile nicht mehr in der Schweiz.

Vergleich scheitert

Erst versuchte der Richter noch, beim Vorwurf der Tätlichkeiten einen Vergleich herbeizuführen. Dieser scheiterte nach Rücksprache mit dem Anwalt der Privatklägerin jedoch. Hingegen sagten zwei Zeuginnen übereinstimmend aus, dass sich die Klägerin ihre Verletzungen, nämlich Blutergüsse im Bereich der Rippen und am Knie, womöglich einige Tage zuvor schon zugezogen habe. Die Klägerin sei bei einem Aufeinandertreffen mit den Zeuginnen aus dem Stand heraus auf ihr Fahrrad gestürzt. Dies, nachdem ihr Hund, der Husky, sie umgerissen habe. Der Hund habe die Tiere der Zeuginnen angreifen wollen. Der Richter unterbrach kurz nach 17.30 Uhr die Verhandlung. Sie soll am 3. Oktober um 8.15 Uhr fortgesetzt werden. (neh)

Erstellt: 19.09.2019, 19:36 Uhr

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