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Schon wieder ein totes Schaf bei Andelfingen

Gestern ist bei Andelfingen erneut eintotes Schaf aufgefundenworden. Für den Besitzer ist es gut möglich, dass ein Wolf das Tier riss. Es ist schon der zweite solche Fund innert drei Tagen.

Das zweite tote Andelfinger Schaf: Die Spuren am Hals könnten auf einen Riss durch ein Raubtier hindeuten.
Das zweite tote Andelfinger Schaf: Die Spuren am Hals könnten auf einen Riss durch ein Raubtier hindeuten.
Markus Brupbacher

Schon letzten Donnerstag wurde auf einer Weide bei Andelfingen ein totes Schaf gefunden («Landbote» vom Samstag). Die vorgefundenen Spuren deuteten darauf hin, «dass es von einem grösseren, hundeartigen Tier gerissen wurde», teilte die kantonale Baudirektion am Freitag mit. Und: Es könnte sich um einen Jungwolf handeln, der sich auf Wanderschaft begeben habe, schrieb der Kanton weiter.Gestern Nachmittag hat nun ein Spaziergänger auf einer Weide bei Andelfingen erneut ein totes Schaf gefunden. Das Tier hatte im Kehlbereich Verletzungen, die an einen Riss durch ein Raubtier erinnern.

Blutspuren auch im Fell

Der Besitzer des toten Schafes vermutet, dass ein Wolf in die Weide eingedrungen sein könnte. Zwar hätten auch schon Füchse Lämmer erlegt, erzählt er – nicht aber ein ausgewachsenes Schaf. «Das Tier muss noch gelebt haben, als es gebissen worden ist», sagte der Mann gegenüber dem «Landbote». Denn nicht nur im Bereich der Kehle, sondern auch auf der unteren Seite, auf der das Tier schliesslich zu Fall kam, sind im Fell Blutspuren zu sehen. Der Schafbesitzer vermutet allerdings, dass in der Zwischenzeit bereits andere Tiere wie etwa Füchse oder Krähen am Kadaver genagt haben.

Verschiedene Besitzer

Der Spaziergänger fand das regungslose Schaf gestern Sonntag etwa um halb vier Uhr am Nachmittag. Noch kurz nach Mittag ging der Besitzer seine Schafe füttern – und schaute noch, ob auch alle Schafe da seien. Genau gezählt habe er sie aber nicht, erzählt der Mann. Das tote Tier lag ziemlich weit von der Futterstelle entfernt in einem anderen Teil der Weide, sodass der Schafhalter es zuerst gar nicht sehen konnte. Er vermutet, dass das Tier dort schon seit dem Freitag oder Samstag lag – also einen respektive zwei Tage nach dem ersten Fund in Andelfingen. Beim Füttern der Schafe ist ihm allerdings etwas aufgefallen: «Es hat mich gedünkt, dass die Schafe ein wenig nervöser waren als sonst.» Sollte ein Wolf in die Herde eingefallen sein, dürfte dies das nervöse Verhalten der verbliebenen Schafe erklären.

Das erste gerissene Schaf gehörte nicht diesem Mann, wie er bestätigt. Und er wisse auch nicht, wem das erste Tier gehörte und auf welcher Weide bei Andelfingen es gerissen wurde.

«Keine Gefahr» für Menschen

Er werde den Kanton nun über den Fund informieren. Derweil wertet die kantonale Fischerei- und Jagdverwaltung die Spuren des ersten toten Andelfinger Schafs aus. «Mit gesicherten Erkenntnissen aus den genetischen Proben ist erst in einigen Wochen zu rechnen», schrieb die Baudirektion in ihrer Mitteilung vom Freitag weiter. Und: Für die Bevölkerung, grosse Nutztiere und Haustiere bestehe keine Gefahr. «Der Wolf ist ein scheues Tier, das dem Menschen ausweicht.»

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