Andelfingen

Trompete beim Rank soll geweitet werden

Der Kanton legt der Andelfinger Bevölkerung sein Bauprojekt für die Strasseneinmündung beim Rank vor. Die Sicherheit für Schüler und Fussgänger soll dort erhöht werden.

Die Einmündung der Flaacherstrasse in die Landstrasse in Andelfingen: Sie soll verbreitert werden und eine Schutzinsel erhalten.

Die Einmündung der Flaacherstrasse in die Landstrasse in Andelfingen: Sie soll verbreitert werden und eine Schutzinsel erhalten.

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Ob auf dem Weg von oder zur Primar- und Sekundarschule, zum Schwimmbad, zur Thur oder zum Bahnhof Andelfingen: Den gelben Zebrastreifen über die Flaacherstrasse überqueren täglich viele Fussgänger. Der Übergang liegt beim sogenannten Rank, wo die Flaacherstrasse in die Landstrasse mündet. «Die Querung ist ein wichtiger Schulwegübergang mit hohen Schülerzahlen», schreibt das kantonale Tiefbauamt in seinem Bericht.Um dort die Verkehrssicherheit speziell für Schüler sowie für Fussgänger generell zu verbessern, will der Kanton als Besitzer der Strasse die trompentenförmige Einmündung baulich verändern. Die Bevölkerung von Andelfingen kann sich noch bis am 5. November zum Vorprojekt äussern, die Unterlagen liegen in der Gemeindeverwaltung auf oder können im Internet eingesehen werden. Die Bauarbeiten sind für 2020 geplant. Der Kanton schätzt die Kosten heute auf 200 000 Franken bei einer Genauigkeit von plus/minus 20 Prozent. Die Gemeinde Andelfingen muss sich nicht an den Kosten beteiligen.

Schulkinder hinter Autos

Die Sicherheit von Fussgängern beim besagten Zebrastreifen ist laut dem Kanton «nicht ausreichend gewährleistet». Die Problematik beschreibt er so: Wartet ein Fahrzeug von Flaach herkommend bei den Haifischzähnen vor der Landstrasse, verdeckt es teilweise die Sicht auf den dahinterliegenden Zebrastreifen. Überquert nun in dieser Situation ein Fussgänger diesen Streifen, so können Autofahrer, die in die Flaacherstrasse einbiegen wollen, diese Person hinter dem wartenden Fahrzeug schlecht oder erst spät sehen. «Vor allem Schulkinder, welche hinter einem stehenden Fahrzeug aufgrund ihrer Grösse nicht zu erkennen sind», schreibt das kantonale Tiefbauamt weiter. Laut der Unfallstatistik der Kantonspolizei Zürich mit Daten bis 23. Juli 2014 gab es dort bislang allerdings keine Unfälle mit Fussgängern.

Die Einmündung der Flaacherstrasse in die Landstrasse ähnelt wie erwähnt einer vorne breiter werdenden Trompete. Um die Sicherheit der Fussgänger dort zu erhöhen, soll diese Trompete auf beiden Seiten geweitet werden. Zusätzlich ist in der Mitte des Fussgängerstreifens eine Schutzinsel geplant mit einem eineinhalb Meter tiefen Warteraum. Die Fahrbahnen links und rechts davon sollen auf je vier Meter verbreitert werden. Diese Breite begründet das Tiefbauamt mit dem hohen Verkehrsaufkommen sowie der Anzahl landwirtschaftlicher Fahrzeuge. Zusätzlich soll die Strassenbeleuchtung angepasst werden. Eine Erhöhung des Trottoirs, eine sogenannte Gehwegüberfahrt, die von den Fahrzeugen überfahren werden müsste, soll es hingegen keine geben. Dies, weil solche Überfahrten laut dem Amt eine «Behinderung des Verkehrsflusses darstellen» würden, was auf Kantonsstrassen «nicht erwünscht» sei.

Zurück zur Trompete: Wer von Flaach herkommend bei der Einmündung in die Landstrasse nach links abbiegt, der fährt nach wie vor auf einer Kantonsstrasse. Wer hingegen auf der Landstrasse nach rechts abbiegt, der befindet sich auf einer Gemeindestrasse. Der Gemeinderat Andelfingen kritisierte schon vor zwei Jahren das Bauvorhaben des Kantons beim Rank. Von einer grossen, «städtischen Kreuzung» war damals die Rede, für die zusätzliches Land benötigt werde. Die Gemeinde möchte dort viel lieber Tempo 30 signalisieren, was das kantonale Tiefbauamt auf seinen Strassen jedoch ablehnt. Während der Kanton nur die Kreuzung als unsicher erachtet, hätte der Andelfinger Gemeinderat am liebsten Tempo 30 auf der Landstrasse vom Bahnübergang bis hinunter zum Primarschulhaus. Im April 2017 sagte der Gemeinderat, dass er sich dann zum Umbau der Kreuzung Rank äussern werde, wenn die Pläne dazu vorliegen. Doch nun ist zuerst die Bevölkerung zur Mitwirkung aufgefordert. (Landbote)

Erstellt: 09.10.2018, 17:08 Uhr

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