Buch am Irchel

Turnverein versucht 24-Stunden-Weltrekord am Barren

Im Jahr 1919 wurde der Turnverein Buch am Irchel gegründet. Nun, 100 Jahre später, versucht der Verein einen ungewöhnlichen Weltrekord.

Die Frauenriege von Buch am Irchel übt für den Weltrekordversuch am Stufenbarren. Bild:PD

Die Frauenriege von Buch am Irchel übt für den Weltrekordversuch am Stufenbarren. Bild:PD

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Um 19 Uhr, am Mittwochabend vor Auffahrt, beginnt der Weltrekordversuch des Turnvereins (TV) Buch am Irchel: Ohne Pause soll 24 Stunden lang am Barren geturnt werden. «Es soll die längste Barren- respektive Stufenbarrenübung werden, die es je gegeben hat», sagt Ramona Orsingher vom Organisationskomitee (OK) des 100-Jahr-Jubiläums TV Buch am Irchel.

Orsingher trainierte für den Weltrekordversuch mit den Frauen der Frauenriege, die teils seit über 30 Jahren nicht mehr am Stufenbarren geturnt hätten, erzählt sie. «Ich war sehr erstaunt über die Motivation, den Mut und den Ehrgeiz dieser Frauen, sich wieder einmal an dieses Gerät heranzuwagen.»  

Ununterbrochen turnen

Am Weltrekordversuch nehmen rund 250 Turnerinnen und Turner des TV Buch am Irchel teil, zu dem die Mädchen-, Jugend-, Frauen- und Männerriege gehören. Dazu zählen auch sieben Gastvereine aus der Region, und zwar aus Neftenbach, Andelfingen, Flaach, dem Flaachtal, Wiesendangen und Ossingen. Die jüngste Teilnehmerin aus der «Meitliriege» ist sechs Jahre alt, der älteste Turner aus der Männerriege 59-jährig.

Während des 24-stündigen Weltrekordversuchs turnt jede Stunde ein anderes Team, wobei einige Teams mehrmals am Barren turnen. Das Ziel ist es, dass die Barrenvorführung ununterbrochen andauert. «Der Rekord wird anhand der Zeit bewertet, in der ein Parallel- oder Stufenbarren ohne Unterbrechung für eine Turnvorführung genutzt wird.» Die einzigen erlaubten Unterbrechungen sind die Wechsel zwischen den Turnern, die aber höchstens fünf Sekunden dauern dürfen, sowie notwendige Höhenanpassungen der Barrenholmen. «Zudem darf im Fall eines Holmbruches der Austausch des Holmes höchstens fünf Minuten dauern», sagt Orsingher.

Protokolliert und gefilmt

Die Idee für den Weltrekordversuch sei vor drei Jahren entstanden, als sich das OK für das 100-Jahr-Jubiläum zu bilden begann. Man wolle sich selber «challengen» und dem Publikum etwas Besonderes bieten. «Unsere Idee ist eine neue Weltrekordkategorie, die nach mehreren Verhandlungen von einem der Weltrekordinstitute bewilligt wurde mit der Auflage, dass der Barrenturn-Marathon mindestens 24 Stunden dauert mit den erwähnten Regeln.» Orsingher erzählt weiter, dass man mit Guinness World Records und dem Rekord-Institut für Deutschland (RID) in Kontakt stehe. Es seien aber keine Jurymitglieder vor Ort. Der Rekordversuch werde protokolliert, während 24 Stunden gefilmt und durch zwei unabhängige Personen im Nachgang geprüft und bei den beiden genannten Organisationen eingereicht. (Landbote)

Erstellt: 22.05.2019, 17:23 Uhr

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