Dachsen

Veloweg an Hanglage wird ausgebaut

Für 6,8 Millionen Franken soll die Lücke im Radweg zwischen den Gemeinden Dachsen und Laufen-Uhwiesen geschlossen werden. Rund einen Fünftel der Kosten macht der Bau von Stützmauern am Hang «Buechhalden» aus.

Der Weg zwischen Schloss Laufen und dem Autobahnanschluss soll zum offiziellen Rad- und Fussweg ausgebaut werden.

Der Weg zwischen Schloss Laufen und dem Autobahnanschluss soll zum offiziellen Rad- und Fussweg ausgebaut werden. Bild: Madeleine Schoder

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Zwischen Dachsen und Laufen-Uhwiesen klafft eine Lücke im Veloweg-Netz. Die knapp zwei Kilometer lange Strecke, die als Schulweg von Dachsen zur Sekundarschule in Uhwiesen dient, soll teilweise neu, andernorts ausgebaut werden. Die Kosten beziffert der Kanton im Vorprojekt, das aktuell aufliegt, auf 6,8 Millionen Franken. In der Planstudie war noch die Rede von 4,4 Millionen Franken gewesen («Landbote» vom 21. Februar 2017).

Der Hintergrund der Differenz von 2,4 Millionen Franken konnte gestern wegen Abwesenheit der zuständigen Person beim kantonalen Tiefbauamt nicht in Erfahrung gebracht werden. Bei der Medienstelle heisst es auf Anfrage lediglich, dass alleine die Verbauung von Stützmauern am Hang «Buechhalden» mit 1,3 Millionen Franken zu Buche schlägt. Das ist rund ein Fünftel der Gesamtkosten.

Kanton trägt Hauptlast

Das Gros der Kosten wird der Kanton tragen. Mit je knapp 11000 Franken beteiligen sollen sich die Gemeinden Dachsen und Uhwiesen. Finanziert wird damit die Beleuchtung zwischen dem Parkplatz Lauferfeld und der Autobahnunterführung.

In der Planstudie, zu der sich beide betroffenen Gemeinden positiv geäussert hatten, war noch die Rede von 40000 Franken Kosten für Laufen-Uhwiesen als Beitrag an den Neubau einer Fussgängerschutzinsel. Die Insel ist im Projekt nach wie vor enthalten – der Beitrag der Gemeinde findet sich unter «Kostenbeteiligung Dritter» jedoch nicht.

Drei Abschnitte

Das kantonale Tiefbauamt gliedert das Radwegprojekt in drei Abschnitte. Der erste verläuft vom Dorfausgang Dachsen bis zum Schloss Laufen. Auf den rund 400 Metern soll auf der linken Seite der Fahrbahn ein neuer Velo- und Fussweg erstellt werden; drei Meter breit und durch eineinhalb Meter Grünstreifen von der Strasse getrennt.

Weiter geht es mit Abschnitt zwei, den 700 bestehenden Metern Weg zwischen dem Parkplatz beim Schloss Laufen und der Autobahn. Der Fussweg, der für Velofahrer freigegeben ist, soll verbreitert werden. Eine Herausforderung sind insbesondere die 300 Meter, die durch den Wald führen und im Böschungsbereich liegen. Der Hang muss dort gesichert werden – eben jener an «Buechhalden».

«Die Schnittstellen zum vorliegenden Projekt wurden koordiniert, jedoch liegen derzeit keine konkreten Ausführungsprojekte vor.»Aus der Mitteilung des Kantons

Die letzten 750 Meter führen von der Personenunterführung der Autobahn bis zum Kreisel Eichhof. Prägend für diesen Abschnitt sind die beiden Haarnadelkurven. In diesem engen «S» soll in Fahrtrichtung Uhwiesen auf der linken Seite ein neuer, drei Meter breite Velo- und Fussweg gebaut werden. Wegen der «steilen und engen Platzverhältnisse» komme eine Hangsicherung mit Stützwand auf Bohrpfählen zum Einsatz, heisst es im technischen Bericht. Nicht die Länge von zwei Kilometern ist bei der Schliessung dieser Radweglücke der Kostentreiber, sondern die Lage.

Im Projekt wird ein weiteres Kapitel am Rheinfall angeschnitten: Der Kanton beabsichtige, den Parkplatz beim Schloss Laufen «zukünftig zu bewirtschaften». Ebenso jenen beim Lauferfeld, dieser soll ausserdem elektrisch erschlossen werden. Für das Leitungstrassee böte sich die Linienführung des auszubauenden Velo- und Fusswegs an. «Die Schnittstellen zum vorliegenden Projekt wurden koordiniert, jedoch liegen derzeit keine konkreten Ausführungsprojekte vor», heisst es weiter.

Erstellt: 09.12.2019, 16:41 Uhr

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