Andelfingen

Thur führt Hochwasser

Das Hochwasser der Thur bei Andelfingen geht langsam wieder zurück – Gefahr bestand keine.

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Am Dienstagmorgen um kurz vor neun Uhr hat die Thur bei Andelfingen die Gefahrenstufe zwei erreicht. Das bedeutet in diesem Fall, dass mehr als 500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde flossen. Die Thur reagiert so heftig auf starke Regenfälle, weil sie im Gegensatz zum Rhein keinen Abflusskanal in einen See hat, der die enormen Wassermengen ausgleichen würde.

Die Bilder von der Thur. Video: mas

Bei der Messstation Thur-Halden im Thurgau, von wo die Feuerwehr Andelfingen und Umgebung ihre Daten bezieht, sei die Gefahrenstufe zwei schon um 1.20 Uhr erreicht worden. «Zu diesem Zeitpunkt wurden wir informiert und sind gleich ausgerückt», sagt Martin Käser, Kommandant der Feuerwehr Andelfingen und Umgebung.

Sieben Stunden später

Da die Thur aus dem Kanton Thurgau nach Andelfingen fliesst, war klar, dass die grossen Wassermengen bald auch das Weinland erreichen würden. «Etwa sieben Stunden hinkt der Wasserstand in Andelfingen hinterher», sagt der Kommandant. Um kurz nach Eins führte die Thur bei der Messstation in Halden 595 Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

In der Nacht von Montag auf Dienstag haben Käser und einer seiner Kollegen gemeinsam die nötigen Vorsichtsmassnahmen getroffen. Dazu gehört beispielsweise das Sperren von Uferwegen entlang der Thur. Auch Wasserpumpen von Landwirten müssen in Sicherheit gebracht werden, da diese sonst wegschwemmen würden. «Die Bauern sind da aber meist sehr selbstständig, sodass wir sie nicht daran erinnern müssen», sagt Käser. Das letzte Mal sei er wegen einer Hochwasserwarnung im Dezember ausgerückt. «Solche Einsätze kommen zwei- bis dreimal im Jahr vor.»

Vor gut 20 Jahren, am 13. Mai 1999, hat die Thur einen historischen Hochwasserstand erreicht, der bis heute ungeschlagen ist. Damals flossen 1130 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Fluss hinunter.

Am Dienstagnachmittag um 17 Uhr hat sich die Situation bereits wieder beruhigt. Die Thur bei Andelfingen führte gerade etwa 500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, mit sinkender Tendenz. «Wir gehen davon aus, dass nicht mehr kommen wird», sagt Feuerwehrkommandant Käser.

Aktuelle Messwerte gibt es hier.

(elw/gvb)

Erstellt: 21.05.2019, 08:46 Uhr

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