Dachsen

Mit dem Kart auf virtueller Regenbogenjagd

Mit Karts fahrend ein Game spielen, wie sonst nur auf der Konsole: Das geht in der «Kartschüür».

Andi und Iris Neck haben in der «Kartschüür» virtuelles Gaming auf einen echten Boden gebracht. Foto: Madeleine Schoder

Andi und Iris Neck haben in der «Kartschüür» virtuelles Gaming auf einen echten Boden gebracht. Foto: Madeleine Schoder

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Von aussen wirkt die Scheune rustikal. Wie eine alte Schüür, die bald abgerissen wird – was ja auch stimmt. Denn künftig stehen auf diesem Gelände nahe beim Bahnhof Dachsen und gleich hinter der Gemeindeverwaltung Alterswohnungen. Künftig bedeutet aber frühestens im Sommer, wenn alle Genehmigungen vorliegen. Und bis dahin geht im Inneren hoch Technisches vor.

Andi und Iris Neck aus Dachsen haben in dieser Scheune eine Idee verwirklicht, die sie schon länger umtreibt. Gaming trifft Kartfahren, virtuelle und reale Realität prallen aufeinander. Am Donnerstag hat das Ehepaar den Medien die «Kartschüür» vorgestellt. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist sie ab dem 30. Januar um 17 Uhr jeweils Donnerstags.

Regenbögen sammeln

Zwei Karts stehen zur Verfügung. Die Spieler nehmen darin Platz, mehrere Beamer an der Decke projizieren ein Spiel auf den Boden. Fünf verschiedene Games stehen aktuell zur Auswahl. Beispielsweise ein kunterbuntes mit Einhörnern, bei dem mit den Karts unter anderem Regenbögen eingesammelt werden müssen. Die Spieler konzentrieren sich also auf den Boden, auf das Fahren – und auf das Smartphone an der Lenkung. Dieses zeigt etwa Spielstand und Geschwindigkeit an.

Einblicke aus der Vorstellung.

Je nach Mut kann ausserdem die Drift-Funktion ausprobiert werden. Die Karts seien vom örtlichen Kunstschmied modifiziert worden, unter anderem mit einem Überrollbügel. Softwareentwickler Andi Neck hat das Technische erledigt.

Versuch im Wohnzimmer

Auf die Idee gebracht haben das Ehepaar nicht zuletzt ihre vier Kinder. Gamen sei heute ganz anders als früher. Statt jeder vor seiner eigenen kleinen oder grossen Kiste, sollte das Spielen wieder gemeinsam stattfinden, wenn auch auf moderne Art und Weise.

Den ersten Versuch hätten sie bei sich zu Hause im Wohnzimmer gestartet. Mit kleinen Robotern und zwei Beamern. Das habe zwar Spass gemacht, aber es sei eindeutig noch mehr herauszuholen gewesen. Im Mai richteten sie sich deshalb in der Scheune im Dorf ein.

Als Gebäude und Technik so weit waren, starteten die beiden einen Testlauf mit Freunden und Bekannten, der gut ankam – bei den meisten. Freude an dieser sogenannten «Augmented Reality» (erweiterte Realität) kombiniert mit Kartfahren hätten vor allem die jüngeren Probanden gehabt.

So schwebt dem Ehepaar Neck denn auch vor, in Zukunft nicht nur Privatpersonen oder Privatanlässe in die «Kartschüür» zu locken, sondern auch Schulen. Im Rahmen des Lehrplans 21 seien solche Technologien Thema. Ausserdem suchen sie einen neuen, definitiven Standort, an dem sie einen richtigen Game-Park einrichten können. Grösser, beheizt und nicht dem Abriss gewidmet soll dieser sein.

Preise und Öffnungszeiten: www.kartschüür.ch

Erstellt: 23.01.2020, 17:27 Uhr

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