Andelfingen

Vor vier Jahren rettete sich Andölfia selber – jetzt wird die Gugge 44

Ohne die Wyland-Gugge Andölfia gäbe es die Andelfinger Fasnacht nicht.

Die Wyland-Gugge Andölfia während einer Spielpause. Foto: PD

Die Wyland-Gugge Andölfia während einer Spielpause. Foto: PD

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Als Nichtfasnächtler rätselt man vielleicht darüber, wieso eine Gugge ihr 44-Jahr-Jubiläum feiert. Die Wyland-Gugge Andölfia tut dies nächste Woche anlässlich der Andelfinger Fasnacht.

Steckt etwa hinter der Zahl 44 viermal die für die Fasnächtler wichtige Zahl 11? Am 11.11. um 11.11 Uhr ist ja der Fasnachtsbeginn. Falsch vermutet: «Einfach weil es eine Schnapszahl ist», sagt Aktuar Peter Huber. Das 40-Jahr-Jubiläum habe Andölfia aufgrund einer Reorganisation des Vereins ausgelassen.

«Es ist und bleibt schwierig, neue Mitglieder zu finden.»Peter Huber,
Aktuar Wyland-Gugge Andölfia

Zuletzt wurde das 35-Jährige gefeiert und nicht etwa das 33-Jahr-Jubiläum. «Damals wurde im Rahmen des Fasnachtsstarts am 11. November mit befreundeten Guggen gefeiert», sagt Huber. Der Start fiel dazumal auf den Andelfinger Jahrmarkt.

Deshalb wurde in der Raclette-Schüür von Andölfia gefeiert, die heute Raclette-Hütte heisst. Drei Jahre nach der Gründung der Gugge fand 1978 erstmals die Andelfinger Fasnacht statt, organisiert von Andölfia.

Gerettet vor vier Jahren

Die Wyland-Gugge Andölfia hat 23 Aktiv- und 39 Passivmitglieder. «Die Gugge wurde am 12. Mai 1975 von Edwin und Beat Huber sowie Heinz Vollenweider im Hirschen Kleinandelfingen gegründet», erzählt Peter Huber. Zur Rettung des Vereins sei Edwin Huber vor vier Jahren als Kassier eingesprungen «und ist seither wieder aktiv dabei».

Die Andelfinger Gugge ist an den Fasnachten in Winterthur, Marthalen und Flaach Stammgast. In der Kirche Andelfingen fand im Januar zum dritten Mal der Guggen-Gottesdienst statt. Jedes zweite Jahr reist Andölfia nach Villip (D) südlich von Bonn. Ein Mitglied der Andelfinger Gugge hat da seine Familie. «Dort laufen wir jeweils den grossen Umzug in Meckenheim und den Rosenmontagszug im Ort selber mit.»

«Grosser Einsatz»

Als besonderes Ereignis in den letzten 44 Jahren nennt Huber die Zeit vor vier Jahren, als der Verein kurz vor der Auflösung gestanden habe, «wären nicht in einem Generalversammlungskrimi drei neue Vorstandsmitglieder gefunden worden, die mit gut zehn Mitgliedern noch weitermachen wollten».

In der Folge habe sich der Verein mitgliedermässig erholt, «vor allem dank dem grossen Einsatz des neuen Vorstandes». Und trotzdem gibt es laut Huber Nachwuchssorgen. «Es ist und bleibt schwierig, neue Mitglieder zu finden, da die Fasnacht, zumindest in unserer Gegend, einfach nicht mehr so populär ist.» Besonders bei den beiden Blasinstrumenten Trompete und Posaune sei man knapp besetzt, sodass Andölfia da nicht viele Ausfälle verkraften könne.

Das älteste Mitglied der Wyland-Gugge Andölfia ist 64 Jahre alt, das jüngste offizielle Mitglied etwa 20. An den Umzügen sind allerdings oft auch Kinder als Nachwuchsmusikanten dabei. Geprobt wird immer dienstags.

Im Sommer, etwa ab Juni, übt die Gugge im Freien beim Werkhof Fuchsenhölzli, der etwas ausserhalb von Andelfingen liegt. Im Winter bis zur Fasnacht wird im Mehrzweckraum der Schule in Kleinandelfingen geprobt.

Monsterkonzert

Die Andölfia-Jubiläumsfeier findet nächste Woche am 15. März auf dem Marktplatz Andelfingen statt. Das Fest startet um 19 Uhr mit einem Aperitif für alle Ehrenmitglieder und Vorstände der eingeladenen Vereine. Ab 20 Uhr treten befreundete Guggen aus dem Weinland auf.

Jede volle Stunde spielt eine Gugge. Zwischendurch unterhält ein DJ mit Partymusik die Besucher. Andölfia tritt um 23 Uhr auf. Danach findet das Monsterkonzert statt, an dem alle Weinländer Guggen zusammen spielen. Die Fasnachtsparty geht danach weiter bis vier Uhr in der Früh.

(Der Landbote)

Erstellt: 06.03.2019, 16:40 Uhr

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