Ossingen

Weinländer arbeiten an ihren Stärken

22 Gemeinden entwickeln eine gemeinsame Strategie.

Die Weinländer Gemeinden bündeln ihre Stärken.

Die Weinländer Gemeinden bündeln ihre Stärken. Bild: wiki

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Was zeichnet das Zürcher Weinland besonders aus? Sind es die Dörfer mit ihren Riegelhäusern, die Kulturlandschaften mit den Weinbergen oder Bauten wie Schlösser oder Aussichtstürme?

Die Weinländer Gemeinden erarbeiten derzeit eine Strategie, wie sie ihre Stärken ausbauen können. Zudem wollen sie auf künftige Entwicklungen vorbereitet sein, um möglichst vorausschauend agieren zu können.

«Die Riegelhäuser sind prägend für die Region und ein Alleinstellungsmerkmal. Das ist eine grosse Chance.»

Urheberin des Dokuments ist die Zürcher Planungsgruppe Weinland (ZPW), in der 22 Gemeinden Mitglied sind. Bereits im Frühjahr 2019 hat der Vorstand die Strategie erarbeitet, noch ist der Prozess allerdings nicht abgeschlossen. Am Mittwochabend an der Delegiertenversammlung blieb deshalb vieles noch vage. Die 35 anwesenden Delegierten stellten nur vereinzelt Detailfragen.

Regionalplanerin Lea von Moos betonte die Bedeutung der Ortsbilder für das Weinland: «Die Riegelhäuser sind prägend für die Region und ein Alleinstellungsmerkmal. Das ist eine grosse Chance.» Mit einem Faktenblatt sollen die Gemeinden deshalb dabei unterstützt werden, charakteristische Merkmale in ihren Dörfern zu erhalten, ohne dass sie zu einem Museum werden. In den nächsten Wochen werde das Faktenblatt an die Gemeinden verschickt, sagte sie.

Der Präsident tritt zurück

Regionalplanerin Dominique Erdin ging auf die Strategie ein, ebenfalls ohne dabei konkret zu werden. Das Dokument sei eine «gesamtheitliche Betrachtung» und solle eine Grundlage für eine «proaktive Entwicklung» werden, sagte sie. Handlungsfelder seien unter anderem der sanfte Tourismus, Arbeitsplätze, Verkehr, Natur und Freizeit sowie das mögliche Endlager für radioaktive Abfälle.

Fördern wolle man den gegenseitigen Austausch untereinander. «Wir ziehen am gleichen Strick», sagte auch ZPW-Präsident Adrian Lacher. «Zusammen geht es besser.» Später in der Versammlung gab er seinen Rücktritt als Präsident bekannt, aus beruflichen Gründen. Ein Nachfolger sei zwar in Sicht, ein Name wurde aber noch nicht bekannt gegeben.

Kurz angesprochen wurde der regionale Richtplan, der sich auf der Zielgeraden befinde. Ein strittiges Thema waren darin der Veloverkehr und die Parkplätze beim Naturschutzgebiet Thurauen. Die Erschliessung der Thurauen wird nun gesondert betrachtet. Gemeinden und Kanton erarbeiten zunächst ein «gesamtheitliches Konzept».

Erstellt: 06.06.2019, 16:58 Uhr

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