Stammertal

Weiterarbeiten statt Wahlkampf

Wer für den Gemeinderat der neuen Gemeinde Stammheimkandidieren möchte, bleibt weiterhin ein Geheimnis.

Das Stammertal aus der Vogelperspektive: Seit gestern hat die neue Gemeinde Stammheim, die am 1. Januar 2019 startet, eine Gemeindeordnung.

Das Stammertal aus der Vogelperspektive: Seit gestern hat die neue Gemeinde Stammheim, die am 1. Januar 2019 startet, eine Gemeindeordnung. Bild: Heinz Kramer

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Noch sind es gut 300 Tage bis zum Start der neuen, fusionierten Gemeinde Stammheim am 1. Januar 2019. Gestern haben die Stammertaler Stimmbürger die Gemeindeordnung für diese neue Gemeinde mit 77 Prozent Ja-Stimmen klar gutgeheissen. Die Abstimmung über die Fusion fand letzten September statt.

Wie im vergangenen Herbst gab es auch gestern Sonntag Unterschiede bei den Ja-Stimmen-Anteilen zwischen den drei Politischen Gemeinden Ober- und Unterstammheim sowie Waltalingen. Die Reihenfolge beim Zustimmungsgrad ist dabei die gleiche geblieben wie im September 2017. In Waltalingen sagten 85,2 Prozent Ja zur Gemeindeordnung (Ja zur Fusion: 77,7 Prozent), in Oberstammheim 78,4 Prozent (Ja zur Fusion: 59,2 Prozent) und in Unterstammheim 69,7 Prozent (Ja zur Fusion: 56,9 Prozent).

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Und wie bereits letzten September wollten die drei jetzigen Gemeindepräsidenten auch gestern nicht sagen, ob sie für die Behördenwahl in die neue Gemeinde Stammheim kandidieren möchten. Die Wahl findet am23. September 2018 statt.

Präsidenten sagen nichts

Eigentlich war vorgesehen, dass die Rücktritte aus den jetzigen Gemeindebehörden im aktuellen Mitteilungsblatt publiziert werden, was aber nicht geschah. Nach dem Grund gefragt, antwortete Martin Farner, Gemeindepräsident von Oberstammheim, gestern wie folgt: Im Herbst gebe es Neuwahlen, wobei das Prozedere dazu im nächsten Mitteilungsblatt im April veröffentlicht werde. Und Werner Haltner,Gemeindepräsident von Unterstammheim, ergänzte: Die Aussage zur Bekanntgabe der Rücktritte sei gemacht worden. Damals sei man aber noch davon ausgegangen, dass alle jetzigen Behördenmitglieder den Rücktritt einreichen müssten. Dem sei aber nicht so. Die Amtszeit der bestehenden Behörden laufe einfach Ende 2018 ab. «Es braucht also keinen Rücktritt», sagte Haltner.

Umgekehrt gefragt: Wer der jetzigen Gemeindepräsidenten hätte denn Interesse an einer Kandidatur für die Behörden der neuen Gemeinde Stammheim? Es gebe noch keine Fristen, um sich zu bewerben, antwortete Haltner. Zuerst müsse das Wahlprozedere definiert werden.

Niemandem sei die Lust am Politisieren vergangen, sagte Martin Zuber, Gemeindepräsident von Waltalingen. Zu Beginn der Sommerschulferien «müssten wir wahrscheinlich mit den Namen rausgehen können», weil acht Wochen später die Wahlen stattfänden. «Das ist meine Wahrnehmung», ergänzte Zuber. Es brauche im Stammertal aber auch keine so lange Vorlaufzeit für die Wahlen wie etwa in den Städten Winterthur oder Zürich. Und Martin Farner fügte an der gestrigen Medienorientierung hinzu: Es sei nicht zielführend, «wenn man jetzt schon Wahlkämpfe führen würde». Stattdessen betonte er die vergangene und noch bevorstehende Arbeit im Team. (Landbote)

Erstellt: 05.03.2018, 07:57 Uhr

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