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Zu klein: Wie sich eine Gemeinde selber auslagert

Der Gemeinderat von Humlikon hat beschlossen, weitere Dienstleistungen durch Dritte erbringen zu lassen. Die Kleingemeinde stösst zunehmend an ihre Leistungsgrenzen.

Per 1. Januar 2019 lagert die Gemeinde Humlikon die Finanzverwaltung aus.
Per 1. Januar 2019 lagert die Gemeinde Humlikon die Finanzverwaltung aus.
Archiv, Melanie Duchene

Zuerst die Steuerverwaltung vor drei Jahren, nun auch die Finanzverwaltung und die Aufgaben des Ge­meindearbeiters: Die kleine Wein­länder Gemeinde Humli­kon lagert weitere öffentliche Auf­gaben aus. Wegen der sehr kleinen Gemeindestruktur werde es «zusehends schwieriger, das Dienst­leistungsangebot für un­sere Kom­mune aus eigenen Kräften­ aufrechtzuerhalten». Das schreibt Mar­cel Meisterhans, Gemeindepräsident von Humlikon, im Vorwort des Mitteilungsblattes.

Das Warten auf die Fusion

Die Tätig­keiten des Humliker Ge­mein­dearbeiters erledigt ab 1. Januar die Nachbargemeinde Andelfingen. Dazu gehören etwa der Winterdienst oder der Unterhalt von Strassen, Grünflächen und Bächen. Weil die vakante Stelle in der Finanzverwaltung trotz intensiver Suche nicht besetzt werden konnte, lagert Humlikon auch diese­ Verwaltung per 1. Januar aus, und zwar an eine Firma.

Im Raum Andelfingen wird zurzeit eine Gross­fusion geprüft. Die Humliker hatten im April der Prüfung mit über 90 Prozent am deutlichsten zugestimmt. Etwa gleich klein wie Humlikon ist die Gemeinde Truttikon, die einen anderen Weg geht.

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