Embrach

Embrach wird Standort des zweiten Asyl-Bundeszentrums

Der Standort für ein weiteres Bundeszentrum in der Asylregion Zürich steht fest: Bund, Kanton und die Gemeinde Embrach haben eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Im Rahmen der Neustrukturierung des Asylwesens wird das bestehende Durchgangszentrum in ein Bundeszentrum mit noch 360 Plätzen überführt.

Im Rahmen der Neustrukturierung des Asylwesens wird das bestehende Durchgangszentrum in ein Bundeszentrum mit noch 360 Plätzen überführt. Bild: Archiv ZU

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Embrach wird Standort des zweiten Bundeszentrums der Asylregion Zürich. Das gibt der Zürcher Regierungsrat heute in einer Medienmitteilung bekannt. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) übernimmt demnach das kantonale Durchgangszentrum in Embrach für mindestens 15 Jahre.

Im Zuge der Neustrukturierung des Asylbereichs sollen in der Verfahrensregion Zürich insgesamt 870 Unterkunftsplätze entstehen, von denen damit 720 bestimmt sind. Der Kanton Zürich, die Gemeinde Embrach und der Bund hätten sich geeinigt, dass in Embrach ein Ausreisezentrum entstehen soll. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde diese Woche durch den Kanton, die Gemeinde, das Staatssekretariat für Migration sowie das Bundesamt für Bauten und Logistik unterzeichnet.

Mietvertrag über 15 Jahre

Der Kanton Zürich betreibt heute in Embrach ein Durchgangszentrum mit insgesamt 380 Plätzen. Im Rahmen der Neustrukturierung des Asylwesens wird dieses in ein Bundeszentrum mit noch 360 Plätzen überführt. Der Bund schliesst dazu mit dem Kanton Zürich einen Mietvertrag für die Dauer von 15 Jahren ab, mit der Option, diesen um fünf Jahre verlängern zu können.

Wie der Regierungsrat mitteilt, werden Bund, Kanton und Gemeinde nun die nötigen baulichen Anpassungen am Durchgangszentrum planen und die baurechtlichen Verfahren einleiten. Der Kanton Zürich wird das bestehende Durchgangszentrum bis zum Umbau weiter betreiben.

Vereinbarung über Betrieb des Bundeszentrums

Die Gemeinde Embrach und das SEM haben ausserdem eine gemeinsame Vereinbarung über einen sicheren und reibungslosen Betrieb des Bundeszentrums unterzeichnet. Die Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit, die Betreuung und Beschäftigung sowie Fragen der Sicherheit.

So werde das SEM wie an allen Standorten von Bundeszentren einen privaten Dienstleister mit dem Betrieb des Zentrums und der Betreuung der Asylsuchenden beauftragen. Die Betreuungsfirma organisiert mit Unterstützung des Kantons und der Gemeinde gemeinnützige Beschäftigungsprogramme für die Asylsuchenden.

Die Sicherheit im Zentrum werde ebenfalls durch eine private Firma rund um die Uhr gewährleistet. Ein Sicherheitsdispositiv soll zusammen mit dem örtlichen Posten der Kantonspolizei Zürich und den weiteren Blaulichtorganisationen erarbeitet werden.

Schliesslich soll auch eine Begleitgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung, den Behörden von Bund, Kanton und Gemeinde und der für die Sicherheit und die Betreuung zuständigen Organisationen gebildet werden. Die Begleitgruppe wird den Betrieb unterstützen und gegebenenfalls Massnahmen für ein reibungsloses Funktionieren des Zentrums besprechen. (mst)

Erstellt: 07.07.2015, 14:22 Uhr

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