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«Gilet jaune»-Protest in Freienstein

Die geplante Antenne beim Spinnerei Areals am Shedweg sorgt weiterhin für Unmut. Nachdem die entrüsteten Anwohner vor Wochenfrist mit einer Totenkopf-Puppe demonstrierten, tun sie es jetzt auf französische Art und Weise.

Eine gelbe Weste hoch über Freienstein zeigt klipp und klar, was die Einwohner von den Plänen der Swisscom halten.
Eine gelbe Weste hoch über Freienstein zeigt klipp und klar, was die Einwohner von den Plänen der Swisscom halten.
pd

In der Gemeinde Freienstein-Teufen sorgt derzeit ein Baugespann für rote Köpfe. Auf dem Areal der ehemaligen Spinnerei Blumer Söhne & Cie AG (BSC) will die Swisscom eine 5G-Antenne errichten. Dass dies den dortigen Anwohnern so gar nicht passt, stellen sie nun bereits zum zweiten Mal zur Schau.

«Wir können nicht verstehen, warum an einer solchen Stelle eine Antenne gebaut werden soll.»

Bereits letzte Woche haben sie aus Protest eine Totenkopf-Puppe an das 35 Meter hohe Baugespann gehängt. Und kaum wurde diese wieder abenommen, doppeln die Anwohner nach. Nun hängt eine neue Puppe dort, bekleidet mit der aus Frankreichs Protestbewegung bekannten gelben Weste. Das Ganze wird ergänzt durch ein Banner mit einem einzigen Wort: «No».

Strahlenbelastung und Einschnitt ins Dorfbild

Die Freiensteiner sorgen sich über die starke Strahlenbelastung, die von solchen Antennen ausgeht und befürchten einen nicht zumutbaren Einschnitt in das Dorfbild.

Anwohner äusserten die Bedenken der Nachbarschaft gegenüber dieser Zeitung bereits letzte Woche: «In dem Baurechtsentscheid, steht, dass hier die höchste in der Schweiz gesetzlich erlaubte Strahlenbelastung herrschen wird», oder «Wir können nicht verstehen, warum an einer solchen Stelle eine Antenne gebaut werden soll. Das passt nicht ins Dorfbild und abgesehen davon, sind rundherum in unmittelbarer Nähe Wohnhäuser», waren nur zwei der zahlreichen klaren Voten.

Man findet, Freienstein könne gut auf die 5G-Technologie verzichten, schliesslich habe man bereits ein gut funktionierendes Glasfasernetz.

Neben dem visuellen Protest direkt an dem Baugerüst laufen auch weitere Aktionen. So haben Anwohner etwa Flugblätter verteilt und sammeln Unterschriften gegen die Antenne.

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