Zum Hauptinhalt springen

In der Hitze fand kein Gefecht statt

Die Sommer-Gemeindeversammlung von Bassersdorf fand nach der Premiere im Vorjahr erneut draussen statt. In der Hitze der Abendsonne kam es zu keinen Diskussionen und so wurden alle Geschäfte durchgewinkt.

Mit grossem Mehr winkten die Bassersdorfer auf dem Dorfplatz nebst der Jahresrechnung auch alle übrigen Vorlagen der Gemeindeversammlung durch.
Mit grossem Mehr winkten die Bassersdorfer auf dem Dorfplatz nebst der Jahresrechnung auch alle übrigen Vorlagen der Gemeindeversammlung durch.
cwü

Ein Grossaufmarsch wie im Vorjahr ist an der diesjährigen Freiluft-Gemeindeversammlung der Gemeinde Bassersdorf ausgeblieben. Am Dienstagabend kamen zur Abnahme der Jahresrechnung und vier weiteren Traktanden gerade einmal 85 Stimmberechtigte (1,2 %), der über 11 000 Einwohner zählenden Kleinstadt auf den Zentrumsplatz.

Vor Jahresfrist waren es bei der ersten Openair-Versammlung noch 152 Stimmberechtigte für die politischen Geschäfte ihrer Gemeinde. Vielleicht war es die schwüle Hitze, vielleicht auch die fehlende Brisanz der anstehenden Geschäfte, die dafür sorgten, dass viele Stühle leer blieben.

RPK lobt die Verwaltung

Vorne auf dem Podium freute sich einer dennoch sichtlich und tat dies auch kund: Bassersdorfs Finanzvorsteher Christoph Füllemann (parteilos). «Dieses Jahr haben wir einen sehr guten Rechnungsabschluss erreicht», schickte er seiner Präsentation der wichtigsten Zahlen voraus. Was ihn besonders freute, war der deutlich höhere Zufluss von Steuereinnahmen als noch bei der Budgetierung im Vorjahr erwartet werden konnte.

So sind 2016 rund 2,8 Millionen Franken mehr in die Gemeindekasse gezahlt worden, was letztlich auch den Ertragsüberschuss gegenüber dem Budget unter dem Strich massiv erhöhte. So konnte die Gemeinde die Laufende Rechnung 2016 mit einem Plus von fast 3,8 Millionen Franken abschliessen, anstatt «nur» 1,1 Millionen wie zunächst erwartet worden war.

Gründe dafür sind auch kleinere Abschreibungen, da nicht alle geplanten Investitionen vorgenommen werden konnten. Inzwischen liege die Nettoverschuldung pro Kopf der Bevölkerung zwar bei 524 Franken, was aber klar sei, wenn man ein neues Schulhaus für 35 Millionen baue, befand der Finanzvorsteher. Immerhin habe man die Talfahrt der Verschuldung etwas bremsen können. «Aber der Selbstfinanzierungsgrad von 49 Prozent ist klar ungenügend», meinte Füllemann.

Für die Rechnungsprüfungskommission (RPK) sei der Jahresabschluss «insgesamt sehr erfreulich», verkündete deren Präsident Georg Fallegger (SVP). Ausserdem verfüge die Verwaltung über ein «hohes Kostenbewusstsein», was den betreffenden Gemeindeangestellten ein dickes Lob vom Aufsichtsgremium einbrachte. «Aber die RPK wird die Verschuldung weiterhin genau beobachten», sagte Fallegger. Es gebe nämlich keinen Spielraum für Steuersenkungen und auch nicht für zusätzliche Ausgaben.

Die Stimmberechtigten nahmens zur Kenntnis stellten keine Fragen und genehmigten die Rechnung mit grossem Mehr.

Info zum Altersheim folgt

Weiter stimmten die Bassersdorfer diskussionslos auch allen übrigen Traktanden zu. Zunächst sagten sie auch grossmehrheitlich Ja zur Gründung und gemeinsamen Führung einer Koordinationsstelle für die Schulpsychologischen Dienste in der Region durch einen privatrecht-lichen Verein. Eine Revision der Friedhofs- und Bestattungsverordnung wurde ebenso genehmigt wie auch die Bauabrechnung für einen Parkplatz beim Werkhof Ufmatten.

Zudem beantwortete die Gemeindepräsidentin Doris Meier (FDP) eine Anfrage einer Stimmberechtigten zur Thematik der künftigen Strategie für das Altersheim Breiti. Hierzu lädt der Gemeinderat die Öffentlichkeit zu einer Info am 10. Juli um 19.30 Uhr ins Franziskuszentrum.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch