Lufingen

Mehr als doppelt so hohe Entschädigung

Die Gemeindeversammlung hat am Dienstag in Lufingen die Vergütungen für Behördenarbeit erhöht. Genehmigt wurde auch eine neue Gebührenverordnung.

35 Stimmberechtigte waren am Dienstagabend in Lufingen an der Gemeindeversammlung dabei.

35 Stimmberechtigte waren am Dienstagabend in Lufingen an der Gemeindeversammlung dabei. Bild: mcp

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Zwei Themen standen zur Diskussion: eine angepasste Verordnung über die Entschädigung der Behörden und eine Gebührenverordnung. Hierfür hatte der Lufinger Gemeinderat eigens eine ausserordentliche Versammlung einberufen. Er wollte die Budget-Gemeindeversammlung vom 1. Dezember nicht zusätzlich zu belasten. 35 Stimmberechtigte (2,3 Prozent) nahmen am Dienstagabend daran teil.

Gemeindepräsident Jürg Badertscher wies darauf hin, dass die heutigen Vergütungen an Behördenmitglieder die tiefsten im Bezirk Bülach seien. Letztmals passten die Stimmberechtigten die Höhe der Entschädigungen vor 15 Jahren an. Die Festsetzung der Höhe von Abgeltungen für Behörden und Kommissionsmitglieder ist eine Gratwanderung.

Liegen die Entschädigungen zu tief, können sie fähige Bürgerinnen und Bürger davon abhalten, ein Amt zu übernehmen. Sind sie zu hoch, besteht die Gefahr, dass sich Personen nur des Geldes wegen für die Übernahme eines Amtes interessieren. Mit der neuen Verordnung stehe Lufingen nun im Mittelfeld des Embrachertals.

Erlaubt Arbeitszeitreduktion

Nach alter Verordnung wurde einem Gemeinderatsmitglied eine jährliche Grundentschädigung von 8000 Franken ausgerichtet. Neu sind es 19 000 Franken pro Jahr. «Die neuen Ansätze erlauben Behördenmitgliedern nach Bedarf eine Reduktion der Arbeitszeit im angestammten Beruf, um Amtsgeschäfte zu tätigen», empfahl Badertscher als ein Grund zur Annahme der neuen Vergütungen.

Auch RPK-Präsident Daniel Popp riet, die neue Verordnung anzunehmen. Die Gemeinderechnung wird durch die angepassten Entschädigungen pro Jahr mit 85 000 Franken belastet. Darin enthalten sind auch Beiträge an Versicherungen.

Die Meinung der Versammlungsteilnehmer war eindeutig. Ohne Diskussion, Gegenstimmen oder Enthaltungen stimmten sie der neuen Verordnung zu. Vorgesehen ist die Inkraftsetzung am 1. Juli 2018, dem Beginn der neuen Amtsperiode.

Lufingen wächst weiter

Gebühren sind Abgaben an die Gemeinden, um deren Leistungen zu vergüten. Die Totalrevision des kantonalen Gemeindegesetzes verlangt eine durch die Stimmberechtigten genehmigte Gebührenverordnung. Auch hier waren im Saal des Schulhauses Gsteig die Meinungen gemacht. Einstimmig, ohne Diskussion, wurde die Gebührenverordnung angenommen. Nach rekordverdächtigten 18 Minuten konnte Bardertscher die offizielle Versammlung schliessen.

An Schluss orientierte der Gemeindepräsident über die Bautätigkeit. Ab Beginn 2018 entstehet auf dem Ziegeleiareal innerhalb von drei Jahren Wohnraum für 500 Personen. Die Zahl der Einwohner steigt damit auf 2800. Vorläufig gibt es an der Zürcherstrasse keine Änderungen. Verbesserungen sind frühestens ab 2021 zu erwarten.

Erstellt: 01.11.2017, 14:11 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!